Neubau der Grundschule Feldsieper Straße

Startschuss für die Bauarbeiten

Mit dem offiziellen „ersten Spatenstich“ haben die Arbeiten für den Neubau der Feldsieper Grundschule begonnen.

Bochum - Mit dem offiziellen „ersten Spatenstich“ haben Bezirksbürgermeisterin Gabriele Spork, Bildungsdezernent Dietmar Dieckmann, der Schulausschuss-Vorsitzende Ernst Steinbach und Schulleiter Michael Latz am Montag, 6. September, den Startschuss für den Neubau der Feldsieper Grundschule gegeben. Der Neubau war notwendig geworden, um den erhöhten Platzbedarf der neu gegründeten Gesamtschule Bochum-Mitte im bestehenden Schulgebäude decken zu können.

Die Grundschule Feldsieper Straße ist Schwerpunktschule für die körperlich-motorische Entwicklung. Daher ist der Neubau der Grundschule zeitgemäß und zukunftsweisend als so genannte Clusterschule konzipiert. „Das hier ist eine besondere Schule, die wir bauen. Eine Schule, in der Lernen räumlich völlig neu gedacht wird“, sagte Bildungsdezernent Dietmar Dieckmann. Cluster sind Raumgruppen, in denen Lern- und Unterrichtsräume gemeinsam mit den dazugehörigen Differenzierungs-, Aufenthalts- und Erholungsbereichen zu eindeutig identifizierbaren Einheiten zusammengefasst werden. Die Schülerinnen und Schüler haben die Auswahl zwischen unterschiedlichen Lernbereichen und Ruhezonen. Als zentrales Element werden die Lernlandschaften über einen vom Erdgeschoss bis zum 2. Obergeschoss durchgehenden Innenhof mit natürlichem Licht versorgt. So entstehen großzügige Spiel- und Lernzonen und ein attraktives, förderndes Lernumfeld mit Lern-, Lebens-, Bewegungs- und Entfaltungsraum und ermöglichen ein zeitgerechtes, interaktives Lernen. Das Budget für den Grundschulneubau beträgt 23 Millionen Euro. Im Sommer 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Das Baufeld der neuen dreizügigen Grundschule für 300 bis 330 Schülerinnen und Schüler liegt im hinteren Teil des Grundstückes, eingebettet zwischen dem bestehenden Schulgebäude und der Turnhalle. Der Schulhof der neuen Grundschule liegt geschützt auf der Rückseite des Neubaus. Auf dem Schulgelände werden im Bereich der Gesamtschule 22 neue Stellplätze und im Bereich der Grundschule neun Stellplätze realisiert. Davon ist jeweils einer behindertengerecht. Für Fahrräder werden für die Grund- und Gesamtschule 297 Fahrradabstellplätze angelegt, wovon ein Teilbereich der Fahrradstellplätze als überdachte Anlage ausgeführt wird.

Der Innenhof vergrößert sich in den Obergeschossen und verbessert als verknüpfendes geschossübergreifendes Element zum einen die Belichtung der Innenzone und ermöglicht zum anderen Sichtverbindungen zu den anderen Geschossen. Die Lernlandschaften selbst bieten verschiedene Flächen für das Arbeiten in unterschiedlichen Gruppengrößen. Zusätzlich gliedern sich zur Außenfassade hin Gruppenzonen an, die ein geschützteres Arbeiten ermöglichen.

Rund um die zentralen Lernlandschaften gruppieren sich an der Außenfassade die großzügigen quadratischen Klassenräume. Jeder Klassenraum lässt über verglaste Seitenteile der Tür Sichtverbindungen in die Lernlandschaft und Gruppenzonen zu.  Die Verwendung von natürlichen und ursprünglichen Materialien ist Teil des Entwurfskonzeptes.

Auch der Klimaschutz spielt eine große Rolle: Hier in Form einer Dachbegrünung, Photovoltaik sowie Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Heiz-Kühldecke in den Klassenräumen zur Nutzung des natürlichen Kühleffektes in den Sommermonaten.