Neu-Düsseldorfer erhalten Einbürgerungsurkunden

OB Thomas Geisel überreicht Dokumente

Je sechs Frauen und Männern und dem 13-jährige Mateus hat Oberbürgermeister Thomas Geisel am Freitag, 4. März, im Rahmen eines Festakts im Rathaus ihre Einbürgerungsurkunden überreicht.

Düsseldorf - Sie stehen für die fast 1.400 Menschen aus 92 Ländern, die im letzten Jahr in Düsseldorf eingebürgert worden sind. Die ehemaligen Migranten stammen aus elf Nationen. Zuvor hatten alle Einzubürgernden über 16 Jahre ein feierliches Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung abgegeben.

"Stellvertretend für die vielen Menschen, die sich zu ihrer neuen Heimat Deutschland bekennen und sich einbürgern lassen, stehen die 13 Mitbürgerinnen und Mitbürger, die wir heute einbürgern. Ihre Herkunft aus Brasilien, Bulgarien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Japan, dem Libanon, Polen, Spanien, der Türkei und Tunesien spiegelt die bunte Vielfalt der Menschen wider, die hier in Düsseldorf leben und zu Hause sind", erklärte der Oberbürgermeister.

Der zehnjährige Alvar Adler, der seit vier Jahren an der Clara-Schumann-Musikschule Akkordeon spielt, begleitete die Veranstaltung mit zwei musikalischen Einlagen. Alvar nahm in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal am Wettbewerb "Jugend musiziert" teil und gewann nach 2013 erneut den ersten Preis. Alvar lebt mit seinen Eltern und sieben Geschwistern in Düsseldorf.

Neubürger aus insgesamt 92 Ländern

Die türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürger stellten zum 31. Dezember 2015 in Düsseldorf mit 9,50 Prozent sowohl den größten Anteil der hier lebenden Ausländer als auch mit 11,26 Prozent die größte Zahl von Eingebürgerten. Repräsentiert wurden die türkischen Staatsangehörigen bei der Einbürgerungsveranstaltung durch die Zwillinge Gül und Nur Göcer. Etwa 43 Prozent der in unserer Landeshauptstadt wohnenden ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger kommen aus den EU-Staaten. In der Einbürgerungsstatistik liegt der Anteil von EU-Angehörigen bei ca. 25 Prozent. Auch wenn die Zahl zum Vorjahr gestiegen ist, so ist sie immer noch relativ gering. Dies ist insofern bemerkenswert, da dieser Personenkreis in der Regel unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit eingebürgert werden kann und dies häufig als Wunsch der Einbürgerungsbewerberinnen und -bewerber geäußert wird. Frau Malgorzata Maria Babiarz stand stellvertretend für die mit 5,01 Prozent in der Düsseldorfer EU-Einbürgerungsstatistik an erster Stelle stehenden polnischen Staatsangehörigen. In dieser Statistik folgen Griechenland, Bulgarien, Italien und Rumänien.

Repräsentativ für die in beiden Statistiken selten vertretenen Nationen überreichte Oberbürgermeister Thomas Geisel Menschen aus Japan, Finnland und Dänemark die Einbürgerungsurkunde. Auch wenn Düsseldorf die traditionelle Hochburg Japans in Europa ist, so dauerte es über zwei Jahre bis mit Naoki Yasuda wieder ein japanischer Staatsangehöriger die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erwarb.

Der jüngste Neu-Düsseldorfer - Jahrgang 2002 - ist der in Recife/Brasilien geborene brasilianische Staatsangehörige Mateus, dem zusammen mit seiner Mutter die Einbürgerungs-Urkunde überreicht wurde.

Übersicht über die beim Festakt Eingebürgerten

Abi Daher, Charbel, geboren 25.02.1979, Richmaya/Libanon,
Arpalahti, Mervi-Riitta, 14.09.1979, Turku/Finnland,
Babiarz, Małgorzata Maria, 19.03.1977, Koszalin/Polen,
Barbosa, Aguiar Míria Mirtes, 08.06.1976, Recife/Brasilien,
Aguiar Alves de Almeida, Mateus, 29.07.2002, Recife/Brasilien,
Brunstedt, Benjamin, 09.02.1991, Heinsberg, dänisch,
Dr. Donnez, Eric Charles Georges, 15.05.1960, Valenciennes/Frankreich,
Galan Garcia, Jesús María, 14.09.1974, Bielefeld, spanisch,
Gantchev, Ivan Yoskov, 30.07.1973, Stara Zagora/Bulgarien,
Mekni, Karima, 21.07.1982, Menzel Bourguiba/Tunesien.
Alle Vorgenannten sind nun mehrstaatlich.

Göçer Gül, 22.01.1983, Düsseldorf und Göçer, Nur, 22.01.1983, Düsseldorf. Beide werden nun aus der türkischen Staatsangehörigkeit entlassen.

Yasuda, Naoki, 23.07.1979, Tokio/Japan. Hier erfolgt der automatische Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit.