Nationale Strategie für Hilfe Demenzkranker vereinbart

"Allianz für Menschen mit Demenz"

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Pflege- und kommunalen Verbänden "konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation" von Demenzkranken und deren Angehörigen vereinbart.

Berlin - Mit dieser "Allianz für Menschen mit Demenz" sei der "Grundstein für eine nationale Demenzstrategie gelegt" worden, teilte das Bundesfamilienministerium in Berlin mit. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) verwies in diesem Zusammenhang auf das ab 2015 geltende Pflegestärkungsgesetz, das Demenzkranke und deren Familien besser unterstützen werde.

Demenzkranke sollen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) zufolge so lange wie möglich am sozialen Leben teilnehmen und im vertrauten Umfeld leben können. Die Bundesregierung unterstütze deshalb künftig bundesweit 1250 lokale Anlaufstellen für Demenzkranke und ihre Familien. Zudem werde den Familien mit dem Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf gegeben, was sie bräuchten: "Mehr Zeit, um die Doppelbelastung zu bewältigen", erklärte Schwesig.

Heike von Lützau-Hohlbein von der Deutsche Alzheimer Gesellschaft verwies darauf, dass die Agenda vom "Leitbild der Inklusion" geprägt sei: Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Demenz stünden im Vordergrund der vereinbarten Maßnahmen. Heute sind in Deutschland den beiden Ministerien zufolge rund 1,5 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Ihre Zahl nimmt jedes Jahr um 40.000 zu. Die Krankheit werde aber oftmals tabuisiert.

(xity, AFP)