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Nächste Umweltspur in Düsseldorf freigegeben

Startschuss an der Prinz-Georg-Straße

Nach dem gestrigen Start auf der Merowingerstraße, ist heute, 16. April 2019, die nächste Umweltspur auf der Prinz-Georg-Straße an den Start gegangen.

Düsseldorf - Zur Verringerung der Luftschadstoffbelastung und Abwendung eines Diesel­fahrverbotes wurde auch auf der Prinz-Georg-Straße zwischen Moltkestraße und Bagelstraße ab Dienstag, 16. April 2019, in den frühen Morgenstunden in beiden Fahrtrichtungen je eine Sonderfahrspur für Busse, Fahrräder, Taxen und elektrisch betriebene Fahrzeuge freigegeben. Aufgrund von fehlender Praxiserfahrung in Deutschland erfolgt auch dort die Anlage als Testbetrieb mit temporärer Markierung. Eine Evaluierung erfolgt nach einem Jahr.

Die Sonderfahrstreifen beginnen stadteinwärts vor Hausnummer 11 der Prinz-Georg-Straße, stadtauswärts vor Hausnummer 108. Der Verkehrsraum davor wird als Verflechtungsbereich benötigt. Der Fahr­streifen wird jeweils rund 20 Meter vor den beampelten Knotenpunkten unterbrochen, um Rechtsabbiegen in die Querstraßen ohne eine Anpassung der dortigen Ampelanlagen zu ermöglichen. Das Ende der Umweltspuren liegt rund 60 Meter vor dem Knotenpunkt mit der Bagelstraße - beziehungsweise Moltkestraße. So kann ein guter Kompromiss zwischen der Leistungsfähigkeit des motorisierten Individualverkehrs und der Fahrzeitverringerung des ÖPNV erzielt werden. Busse der Linie 721 haben zudem die Möglichkeit, bevor sie die Haltestelle "Schloss Jägerhof" erreichen, auf den linken Fahrstreifen zu wechseln. Die Beschilderung erfolgt über das Verkehrszeichen "Bussonder­fahr­streifen" mit den Zusätzen "Radverkehr frei", "Taxi frei" und "elektrisch betriebene Fahrzeuge frei".

Der Sonderfahrstreifen wird durch eine 25 Zentimeter breite Linie sowie abwechselnd dem Schriftzug "BUS" und dem Piktogramm "Rad" in weißer Folie markiert. Die Linie wird unterbrochen ausgeführt, um Überholvorgänge zu ermöglichen. Zur kostengünstigen und kurzfristigen Herstellung wird ihre Breite zwischen 3,00 und 3,50 Meter betragen - entsprechend der heutigen rechten Fahrspur. Die Fahrstreifenbreite der verbleibenden Fahrspur beträgt zwischen 2,90 Meter und 3,10 Meter. Fahrstreifen sollen gemäß Richtlinie zur Anlage von Stadtstraßen (RASt, 2006) mit einer Mindestbreite von 3,00 Meter angelegt werden. Insofern der Testbetrieb in eine dauerhafte Lösung überführt wird, ist der gesamte Straßenquerschnitt anzupassen.

Im Rahmen des Testbetriebes sollen die Verbesserung der Luftschadstoffbelastung, die Auswirkungen auf die Fahrzeiten des ÖPNV und die Leistungs­fähigkeit des Kraftfahrzeugverkehrs bestimmt sowie Praxiser­fahrungen im Zusammenspiel der freigegebenen Verkehrsarten gesammelt werden. Besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherheit des Radverkehrs sowie der Störungsfreiheit im Ablauf des ÖPNV. Vorbehaltlich des Erfolgs einer Prüfung durch das Bundesverkehrsministerium wird die Nutzung der Umweltspur auch von privaten Fahrzeugen mit drei oder mehr Insassen angestrebt.


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