Nachwuchs der Koalitionsparteien macht gegen AfD mobil

Jusos und JU gehen mit Kampagnen gegen Rechtspopulisten vor

Die Jugendorganisationen der Koalitionsparteien suchen die Auseinandersetzung mit der AfD.

Berlin - Die Jungsozialisten der SPD (Jusos) starten am Wochenende ihre bundesweite Kampagne gegen die Rechtspopulisten, wie das Düsseldorfer "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) berichtete. Die Junge Union (JU) plant demnach eine ähnliche Aktion.

"Wir wollen Leute wieder zum Widerspruch befähigen", sagte Juso-Chefin Johanna Uekermann dem "Handelsblatt". "Wir wollen ihnen Argumente an die Hand geben, die ihnen helfen, rassistischen Sprücheklopfern wie der AfD Paroli zu bieten."

Die Kampagne mit dem Titel "Kein Grund zur Panik!" versteht sich als eine Reaktion auf das Erstarken der AfD und der islamfeindlichen Pegida-Bewegung und soll an diesem Wochenende bei einer Konferenz der Juso-Unterbezirke und -Kreisverbände in der Berliner SPD-Zentrale vorgestellt werden, wie es in dem Bericht heißt.

"Die Debatten haben sich nach rechts verschoben", sagte Uekermann. "Wenn man früher mit Freunden oder Arbeitskollegen zusammenstand und einer hat einen rassistischen Spruch geklopft, dann haben alle anderen den Kopf geschüttelt und haben widersprochen." Jetzt gebe es für solche Sprüche oft Zustimmung und niemand wage sich aus der Deckung und interveniere.

Die Jusos stellen dafür Materialien zur Verfügung, die dabei helfen sollen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Darunter seien eine Reihe von Bierdeckeln mit Vorurteilen und deren Widerlegung durch Fakten, eine Postkarte, Aufkleber sowie Aktionsbeispiele und Argumentationshilfen.

Der Nachwuchs von CDU und CSU will den Angaben zufolge eine seit Februar laufende Kampagne intensivieren. Mit der Aktion "Klare Kante gegen die AfD" will die JU die AfD "argumentativ" stellen. "Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es neben der Linken nun mit der AfD eine weitere populistische Randpartei in unserem Land gibt", sagte JU-Chef Paul Ziemiak dem "Handelsblatt". "Mit ihren rechten, populistischen Forderungen ist sie gefährlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland."

(xity, AFP)