21.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Nach versuchter schwerer räuberischer Erpressung

Nach versuchter schwerer räuberischer Erpressung

Drei Tatverdächtige in Niedersachsen festgenommen

Seit Anfang Juni ermittelt das Kriminalkommissariat 13 der Düsseldorfer Polizei im Falle einer versuchten schweren räuberischen Erpressung, der Verabredung zu einem Verbrechen und einer gefährlichen Körperverletzung.

Düsseldorf - Ein 40 Jahre alter Mann war an seiner Wohnanschrift in Düsseldorf-Rath von drei Männern massiv zusammengeschlagen, mit einem Messer bedroht und aufgefordert worden, eine größere Bargeldsumme zu zahlen. Daraufhin vertraute sich der 40-Jährige der Polizei an. Er schilderte den Beamten, dass er bei der Vermittlung eines Immobiliengeschäfts einen Geschäftspartner betrogen habe. Seit geraumer Zeit käme es nun unter Androhung von Gewalt zu überzogenen Geldforderungen durch den Betrogenen und einen weiteren ihm bekannten Mann. Offenbar hätten die beiden in der Folge eine Art "Inkassounternehmen" engagiert, um die Forderungen auf "ihre Art" einzutreiben. Er habe nun Angst um sich und seine Familie.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass die "Gläubiger" tatsächlich drei Männer mit der widerrechtlichen Eintreibung des Geldes beauftragt hatten. Einer der beiden Beschuldigten verfügte offenbar über gute Kontakte ins kriminelle Milieu nach Niedersachsen, wo er mehrere Männer kannte, die gezielt auf den 40-Jährigen angesetzt wurden und ein "Erfolgshonorar" aus dem erpressten Geld erhalten sollten. Insoweit soll auch bereits vereinbart gewesen sein, sich des Zeugen für den Fall ausbleibender Zahlungen zu bemächtigen und bis zur Begleichung der überhöhten Zahlungssumme als Geisel in ihrer Gewalt zu halten.

Die beiden "Auftraggeber" (48-Jähriger aus Mönchengladbach und 41-Jähriger aus Dortmund) wurden bereits am 14. Juni an ihren jeweiligen Wohnanschriften festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Der ursprüngliche Gläubiger hat ein Teilgeständnis abgelegt. Der zweite Beschuldigte bestreitet die ihm vorgeworfene Art der Geldeintreibung. Beide Männer befinden derzeit sich in Untersuchungshaft.

Die drei weiteren Tatverdächtigen im Alter von 25, 34 und 39 Jahren wurden heute an ihren Aufenthaltsorten in Oldenburg, Lemwerder und Ronnenberg von Spezialeinheiten festgenommen. Gegen den 25- und 34-Jährigen lagen bereits Haftbefehle vor. Für den 39 Jahre alten Mann beantragt der zuständige Düsseldorfer Staatsanwalt heute einen Haftbefehl. Beweismittel wurden bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.


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