Nach Meldepflicht zwölf neue Zika-Fälle in Deutschland registriert

Insgesamt laut Robert-Koch-Institut 56 Fälle seit Oktober

In Deutschland sind im ersten Monat nach der Einführung einer amtlichen Meldepflicht zwölf Fälle von Erkrankungen durch das Zika-Virus registriert worden.

Berlin - "Wir gehen davon aus, dass sich alle Erkrankten auf Reisen angesteckt haben"," sagte eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch. Damit sei die Zahl der seit Oktober behördlich erfassten Zika-Erkrankungen in Deutschland auf 56 gestiegen.

Eine Meldepflicht gilt allerdings erst seit dem 1. Mai. Die RKI-Sprecherin sagte, "es dürfte eine nicht unerhebliche Dunkelziffer geben, da die Krankheit in der Regel mild verläuft und Betroffene gar nicht erst zum Arzt gehen".

Das Zika-Virus grassiert bislang vor allem in Lateinamerika. Es kann bei Babys Mikrozephalie - einen abnormal kleinen Kopf und damit einhergehende schwere Gehirnschäden - auslösen und wird bei Erwachsenen unter anderem mit der seltenen Nervenkrankheit Guillain-Barré-Syndrom in Verbindung gebracht.

(xity, AFP)