Nach Fund von totem Säugling in Nordsachsen Ermittlungen gegen Mutter eingestellt

Ermittler: Kein hinreichender Tatverdacht für Tötungsdelikt

Sechs Monate nach dem Fund eines toten Säuglings im Landkreis Nordsachsen ist das Ermittlungsverfahren gegen die Mutter eingestellt worden.

Leipzig - Das Verfahren wegen Verdachts des Totschlags gegen die 26-Jährige wurde mangels hinreichenden Tatverdachts Ende September abgeschlossen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Leipzig am Freitag mitteilten. Nach umfangreichen Ermittlungen, der Vernehmung von Zeugen und Gutachten von Rechtsmedizinern konnte ihr kein strafrechtlich relevantes Verhalten im Zusammenhang mit Tod des Jungen nachgewiesen werden.

Die Leiche des Säuglings war Ende März bei Mügeln entdeckt worden. Eine Zeugin fand das leblose Baby in einer abgestellten Tasche an einem Parkplatz vor einer Kleingartenanlage. Auf die Spur der Mutter kamen die Ermittler vor allem durch die Auswertung der am Tatort gesicherten Spuren. Angaben zu den Umständen des Todes des Säuglings machten die Ermittler am Freitag mit Verweis auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten nicht.

(xity, AFP)