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Nach Fund von Fliegerbombe in Düsseltal

3.750 Menschen müssen ihre Wohnungen räumen

Eine bei Bauarbeiten in Düsseldorf-Düsseltal gefundene amerikanische 10-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird am heutigen Donnerstag, 16. Juni, gegen 15.30 Uhr entschärft.

Düsseldorf - Dazu müssen in einem Radius von 500 Metern (Gefahrenbereich A) um die Fundstelle rund 3.750 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Im Radius bis 1.000 Meter darf sich während der Entschärfung niemand im Freien aufhalten. Davon sind weitere rund 11.000 Anwohner, zuzüglich der Menschen, die in dem Gebiet arbeiten oder sich in anderen Einrichtungen aufhalten, betroffen.

Im engeren Radius 500 Meter um den Ort der Entschärfung befinden sich die Französische Schule Düsseldorf, die Heinrich-Heine-Gesamtschule, die Carl-Sonnenschein-Schule, die Hauptschule an der Graf-Recke-Straße 230, das Internat des Deutschen Tischtennis-Zentrums; zudem die Kita Melanchton-Kirchengemeinde, die Kitas Düsselfüchse, Zauberwald und die Kita Altdorfer Straße 10, die geräumt werden müssen. Damit während der Entschärfung der Bombe nicht zu viele Menschen in der Betreuungsstelle Thomas-Edison-Realschule an der Schlüterstraße 18 versorgt werden müssen, entschärft der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Bombe gegen 15.30 Uhr.

Polizei und Ordnungsamt sperren die zuführenden Straßen ab 14.30 Uhr ab. Polizei und Stadt raten, die Heinrich-, Graf-Recke-, Vautier, Simrock, Lenau und Ludenberger Straße sowie die Grafenberger Allee weiträumig zu umfahren. Die Rheinbahnlinien U72, 725,730 und 733 werden nach Angaben der Rheinbahn an der letzten Station gegen 14.30 Uhr vor der Sperrung der Gefahrenbereiche gekappt.

Die Bombe wird von Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft. Derzeit sind Lautsprecherwagen der Feuerwehr unterwegs, um die betroffenen Bürger aufmerksam zu machen. Die Bombe war am Donnerstagmorgen von Bauarbeitern entdeckt worden. Sobald sie entschärft ist, werden alle gesperrten Straßen wieder frei gegeben. Die Freigabe aller Bereiche wird über die Medien schnellstmöglich bekanntgegeben.

Im inneren Radius 500 Meter um den Bombenfundort (Gefahrenzone A), der bis 15.30 Uhr vollständig geräumt wird, befinden sich die Gebäude der genannten Schulen sowie das Deutsche Tischtenniszentrum.

Im äußeren Radius (Gefahrenzone B), der den Raum 1.000 Meter um den Fundort umfasst, sind die Menschen gehalten, sich während der Zeit der Entschärfung in ihren Häusern und möglichst entfernt von Glasflächen aufzuhalten. Autos sollten nach Möglichkeit aus den Gefahrenzonen A und B weggefahren werden.

Menschen, die in der Gefahrenzone A wohnen und beispielsweise wegen Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, können den Transport ab sofort über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen. Rollstühle, die mitgenommen werden müssen, sollten dabei unbedingt gemeldet werden. Für diejenigen, die während der Evakuierungszeit eine Anlaufstelle brauchen, stehen an der Betreuungsstelle Thomas-Edison-Realschule, Schlüterstraße 18, ab 13.30 Uhr die Räume offen. Dort wird durch die Stadt Düsseldorf in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen die Betreuung organisiert.

Die eigentliche Entschärfung beginnt gegen 15.30 Uhr. Das Gefahrentelefon der Stadt wird durch die Feuerwehr bereits unter der Rufnummer 3889 889 besetzt.


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