15.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Nach Busunfall Haftbefehl gegen Fahrer beantragt

Nach Busunfall Haftbefehl gegen Fahrer beantragt

Polnischer Busfahrer war angeblich übermüdet

Nach dem schweren Busunfall auf der Autobahn A4 nahe Dresden hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den Fahrer des polnischen Reisebusses beantragt.

Dresden - Dem 44-Jährigen wird fahrlässige Tötung in zehn Fällen und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen, wie Lorenz Haase, Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, sagte. Nach bisherigen Erkenntnissen sei davon auszugehen, dass der Busfahrer übermüdet war und das Fahrzeug nicht mehr sicher führen konnte.

Bei dem Busunglück in der Nähe von Dresden waren in der Nacht zum Samstag zehn Menschen ums Leben gekommen. 69 Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Der polnische Reisebus hatte zunächst einen vor ihm fahrenden Reisebus aus der Ukraine gerammt. Daraufhin kam der polnische Bus ins Schleudern, durchbrach die Mittelleitplanke und geriet auf die Gegenfahrbahn, wo er frontal mit einem polnischen Kleinbus kollidierte. Anschließend stürzte der polnische Reisebus eine rund zehn Meter hohe Böschung hinab, wobei er sich überschlug. Der Unfall löste einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften aus.

Der Fahrer des polnischen Reisebusses, der die Unfallkette ausgelöst hatte, verweigerte laut Polizei in einer ersten Vernehmung die Aussage. Berichte, wonach der 44-Jährige womöglich am Steuer eingeschlafen war, hatte die Polizei zunächst nicht bestätigt.

(xity, AFP)


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