Nabu ruft Gartenbesitzer wieder zur Vogelzählung auf

Rückschlüsse auf Bestandsentwicklung

Die Umweltschutzorganisation Nabu ruft am bevorstehenden langen Wochenende wieder zur großen Vogelzählung auf.

Berlin - Die Menschen sollten zwischen Himmelfahrt und Sonntag eine Stunde lang Gärten, Parks und Balkons beobachten und ihre Vogelsichtungen melden, erklärte der Nabu am Dienstag in Berlin. Die alljährliche Zählung soll Rückschlüsse auf den Bestand der Gartenvögel ermöglichen.

Die Teilnehmerzahlen zur "Stunde der Gartenvögel" stiegen dem Nabu zufolge stetig. Die Corona-Pandemie habe das Interesse an der Natur vor der eigenen Haustür noch weiter gesteigert, so dass im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viele Vogelbeobachter teilgenommen hätten. Mehr als 161.000 Menschen machten 2020 demnach mit und meldeten aus rund 107.000 Gärten mehr als 3,2 Millionen Vögel.

Die Zählungen ergeben ein genaueres Bild von Zu- und Abnahmen in der Vogelwelt von Gärten und Parks. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise ein Bestandseinbruch bei der Blaumeise um 22 Prozent festgestellt. Hauptursache dafür war eine in Deutschland neue Bakterieninfektion, die im März und April zu einem Massensterben der beliebten Gartenvögel führte.

Dem Nabu zufolge verlief die Brutzeit allerdings sehr erfolgreich, zudem seien im Herbst größere Mengen an Blaumeisen aus Skandinavien eingeflogen. Die kommende Zählung soll nun Aufschluss darüber geben, ob die Blaumeisen die Verluste aus dem Vorjahr ausgleichen konnten.

(xity, AFP)