24.06.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Mutwillig falsche Terrorwarnung auf Facebook sorgt für Unruhe

Mutwillig falsche Terrorwarnung auf Facebook sorgt für Unruhe

Göttinger Polizei wird nach Hinweisen aktiv - Vorwürfe erfunden

Nach den Anschlägen von Paris hat eine im sozialen Netzwerk Facebook verbreitete Falschmeldung über einen angeblichen Terroristen die Polizei im Raum Göttingen auf den Plan gerufen.

Göttingen - Die von einem bisher unbekannten Nutzer unter Pseudonym auf Facebook veröffentlichte Anschuldigung gegen eine konkret benannte Person hätten allerdings "keinen realen Hintergrund", erklärten die Ermittler in der niedersächsischen Stadt.

Ihren Angaben zufolge waren bei der Göttinger Polizei mehrere Hinweise auf den Facebook-Eintrag eingegangen, in dem eine Person öffentlich bezichtigt wurde, einen Terroranschlag in der Stadt zu planen. Der Verfasser, der das Pseudonym "Medo Sharks" benutzte, wollte dies angeblich von einem Freund aus Syrien erfahren haben.

Beamte hätten die so beschuldigte Person im benachbarten Northeim umgehend überprüft, erklärten die Polizei. Nach aktuellen Erkenntnissen sei eine Gefährdungslage jedoch auszuschließen; das Motiv des Facebook-Eintrags "dürfte im persönlichen Umfeld zu finden sein". Der Beitrag sei inzwischen aus dem sozialen Netzwerk entfernt worden.

Der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig bedankte sich "ausdrücklich" bei den Hinweisgebern und betonte, dass die Polizei derartige Meldungen "sehr ernst" nehme. Er betonte zugleich aber auch, dass die Polizei wissentlich falsche Anschuldigungen strafrechtlich verfolgen werde.

(xity, AFP)


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