Mutter reiste aus München zum Dschihad nach Syrien

Auch Syrien-Rückkehrer in Frankfurt festgenommen

Die Polizei in Österreich hat auf Bitten der deutschen Behörden eine Mutter festgenommen, die mit ihrem Sohn und einem Begleiter in den Dschihad nach Syrien gezogen sein soll.

München - Die 33-jährige Deutsche mit irakischen Wurzeln befand sich demnach mit dem Kind und ihrem Begleiter nach Wochen im Kampfgebiet auf der Rückreise von Syrien nach Deutschland, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Mutter und den 20-jährigen Begleiter - ein türkischstämmiger Deutscher, mit dem die Frau laut Staatsanwaltschaft nach islamischem Recht verheiratet ist - wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Die beiden sollen im August nach Syrien gereist sein, um sich dort dem bewaffneten Kampf dschihadistischer Gruppierungen anzuschließen.

Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, befand sich das Paar zusammen mit dem Sohn der Frau die vergangenen Wochen im Kampfgebiet. Der Junge kam vorerst in Österreich in eine Jugendfürsorgeeinrichtung. Wann das Paar nach Deutschland überstellt wird, ist laut Staatsanwaltschaft noch unklar.

In Frankfurt am Main ließ die Bundesanwaltschaft einen mutmaßlichen Syrien-Rückkehrer wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung festnehmen. Der 27-jährige Soufiane K. sei dringend verdächtig, sich von September 2013 bis Juni 2014 in Syrien der "Jabhat al-Nusra" angeschlossen zu haben, teilte die Behörde in Karlsruhe mit.

Der Beschuldigte soll in Syrien eine Kampfausbildung absolviert und unter anderem Wachdienste für die Organisation übernommen haben. Ende Juni habe er Syrien verlassen und sei nach Deutschland zurückgekehrt. Danach habe sich der Verdacht seiner Beteiligung an der "Jabhat al-Nusra" erhärtet, sodass beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ein Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung erwirkt worden sei.

(xity, AFP)