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Muslimische Verbände rufen für Dienstag zu Mahnwache auf

Anschläge in Paris erneut als anti-islamisch verurteilt

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat für Dienstagnachmittag zu einer Mahnwache für Toleranz und Religionsfreiheit vor dem Brandenburger Tor in Berlin aufgerufen.

Berlin - In einem Aufruf verurteilte der Dachverband der muslimischen Verbände in Deutschland "die niederträchtigen Terroranschläge in Frankreich auf das Schärfste". Ursprünglich hatte der Zentralrat Montag als geplanten Termin für die Aktion genannt.

Bei der Mahnwache wollten die in Deutschland lebenden Muslime für ein "weltoffenes und tolerantes Deutschland und für Meinungs- und Religionsfreiheit" eintreten, hieß es in dem gemeinsamen Aufruf des Zentralrats und der Türkischen Gemeinde Berlin. Zu den Anschlägen von Islamisten in Paris hieß es: "Durch diese Tat wurde nicht unser Prophet gerächt", wie es die Täter gesagt hatten, "sondern unser Glaube wurde verraten und unsere muslimischen Prinzipien in den Schmutz gezogen".

Die Veranstaltung auf dem Pariser Platz soll am Dienstag um 18.00 Uhr beginnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte nach einer Klausurtagung des Parteivorstands in Hamburg, die CDU werde sich an der Aktion beteiligen. Auch der SPD-Parteivorstand unterstützte in einer Erklärung den Aufruf und forderte alle Bürger auf, an der Aktion teilzunehmen, um gemeinsam "für eine freie und offene Gesellschaft" einzutreten.

"Unsere Gesellschaft darf sich nicht spalten lassen", erklärten auch die Grünen-Vorsitzenden Simone Peter und Cem Özdemir in Berlin. Sie riefen ebenfalls zur Teilnahme an der Mahnwache auf.

(xity, AFP)


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