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"Museobilbox - Mus(seh)en " im Museum Burg Linn

Außerschulisches Förderprojekt für Kinder

Das Museum Burg Linn in Krefeld hat 16 000 Euro für das außerschulische Bildungsprojekt "Museobilbox – Mus(seh)en. Mach dir ein Bild von (d)einem Museum!" erhalten.

Krefeld - Insgesamt 60 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 14 Jahren haben im kommenden Jahr die Möglichkeit, mit verschiedenen konzeptionellen Fotoprojekten im Museum Burg Linn auf Entdeckungsreise zu gehen. Sechs Partner bilden hierfür ein Netzwerk und arbeiten über das Projektjahr zusammen. Die "Museobilbox“ des Bundesverbands Museumspädagogik bietet als Rahmenkonzept Museen die Möglichkeit, bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer kulturellen Entwicklung zu fördern. Die Box ist Teil des Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“.

Museumspädagogin Larissa Konze und Gabriele Grimm-Piecha, freie Mitarbeiterin am Museum Burg Linn, haben das Konzept erarbeit. Damit überzeugten sie eine Jury des Bundesverbands Museumspädagogik. Bis Sommer 2015 werden sie mit Kindern und Jugendlichen aus Kitas, Jugendeinrichtungen des Caritasverbands Region Krefeld und der offenen Jugendarbeit "Linn4you“ die Museobilbox gestalten. Dabei entdecken sie die verschiedenen Häuser des Museums als "ihren eigenen Ort“. Ihre Eindrücke halten sie auf Fotos fest. Mit diesen bestücken sie dann ihre "Museobilbox“. "Die Kinder werden so selbst zu Kuratoren“, sagt Grimm-Piecha. Stimmungen und Gefühle könnten die Kinder mittels Kamera schnell und unmittelbar konservieren. "Sie werden auch einen Blick hinter die Kulissen des Museums werfen können“, sagt Grimm-Piecha. So soll ihnen unter anderem vermittelt werden, welche Funktion und Aufgaben ein Museum hat. "Ein Ziel ist es natürlich auch, die Kinder und Jugendlichen als zukünftige Museumsbesucher zu gewinnen“, sagt Konze.

Eine Gruppe aus der Jugendeinrichtung Marienburg des Caritasverbandes beginnt das Projekt am Montag, 14. Juli. "Es ist ja viel mehr als ein Museumsbesuch, bei dem man nichts anfassen darf“, freut sich schon Gloria Schloeßer, Leiterin der Marienburg, auf die Museobilbox. Während der Projektwoche besuchen sie mehrfach das Museum Burg Linn, aber auch ein Fotobearbeitungskurs in der Volkshochschule Krefeld steht auf dem Programm. Zudem werden sie mit Loch-, Papierfilm- und Digitalkameras auf Motivsafari gehen.

Die Ausrüstung, das Material und Honorare werden mit dem Fördergeld bezahlt. "Ein großer Vorteil des Projekts ist es, dass das Museum keinen Eigenanteil leisten muss“, so Konze. Unterstützt wird die Museobilbox außerdem noch durch ehrenamtliche Kräfte. Das erste Jahr endet mit einer großen Präsentation aller Boxen gemeinsam mit den Kooperationspartnern am 17. Mai 2015, dem Internationalen Museumstag. Falls das Projekt darüber hinaus verlängert werden sollte, können sich andere Gruppen bewerben. Für die kommenden Monate sind jedoch schon alle Plätze vergeben.

Bei der Museobilbox arbeitet das Museum Burg Linn zusammen mit dem Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung der Stadt, der Jugendeinrichtung Marienburg und dem Fachdienst für Integration und Migration beim Caritasverband Region Krefeld, "Linn4You“ – Offene Jugendarbeit Linn sowie den städtischen Kitas Legionstraße und Neuhofsweg. Weitere Informationen über das Museums Burg Linn stehen unter www.krefeld.de/burglinn.


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