Munitionskiste der Bundeswehr auf Air-France-Flug verschwunden

Fluggesellschaft entdeckt verschollenes Gepäck in Mali

Bei einem Linienflug mit der französischen Fluggesellschaft Air France ist eine Munitionskiste der Bundeswehr vorübergehend verschwunden.

Berlin - Die Kiste mit 880 Schuss Pistolen-Munition sei bei dem Flug vor zwei Wochen wie üblich eingecheckt worden, aber am Zielort in Mali nicht angekommen, sagte ein Sprecher des Kommandos Streitkräftebasis am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Am Sonntag erklärte Air France, die Kiste sei gefunden worden.

Deutsche Feldjäger waren am 28. Mai von Berlin über Paris in die malische Hauptstadt Bamako geflogen, wie der Sprecher des Kommandos Streitkräftebasis sagte. Sie checkten demnach ihre Waffen und Munition vorschriftsmäßig ein und stellten nach der Ankunft fest, dass die Kiste mit der Munition fehlte. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums betonte auf AFP-Anfrage, die Verantwortung liege bei der Fluggesellschaft.

Ein Air-France-Sprecher sagte am Sonntag auf AFP-Anfrage, die Kiste sei in einem Lager der Fracht-Sparte Air France Cargo am Flughafen von Bamako entdeckt worden. Die Bundeswehr sei bereits kontaktiert worden, um die Rückgabe zu organisieren. Einzelheiten zum Verschwinden und Wiederauffinden des Gepäckstücks machte der Unternehmenssprecher nicht. Der Sprecher des Kommandos Streitkräftebasis konnte die Angaben der Fluggesellschaft zunächst nicht bestätigen.

Die Bundeswehr ist seit drei Jahren im westafrikanischen Mali im Einsatz. Im Rahmen der EU-Trainingsmission EUTM Mali bildet sie einheimische Soldaten aus. Als Teil der Minusma-Unterstützungsmission übernimmt sie vor allem Aufklärungsaufgaben. Dieser Einsatz gilt als die gefährlichste UN-Mission weltweit.

(xity, AFP)