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"Mumien - Reise in die Unsterblichkeit"

Noch bis 27. April im Neanderthal Museum

Noch bis Sonntag, 27. April 2014, ist im Neanderthal Museum in Mettmann die Sonderausstellung "Mumien – Reise in die Unsterblichkeit" zu sehen.

Mettmann - Die Ausstellung bringt den Glanz des Alten Ägypten ins Neandertal. Der Besucher erhält anhand von Originalexponaten aus dem Ägyptischen Museum in Florenz einen Einblick in die religiösen Vorstellungen der ägyptischen Hochkultur mit ihren geheimnisvollen Mumien, den prunkvollen Grabausstattungen und der rätselhaften Götterwelt. Der Glaube der alten Ägypter an ein Leben nach dem Tod gehört zu den faszinierendsten Themen der Archäologie. Gräber sind die wichtigste Quelle für das heutige Verständnis der altägyptischen Kultur. Nirgendwo sonst erfährt man so viel über den Glauben, aber auch das alltägliche Leben der Ägypter. Schwerpunkte der Sonderausstellung sind das religiöse Konzept des Jenseits, die Praktiken der Mumifizierung und Einbalsamierung und die Rolle des Sarkophags im Totenkult. Außerdem sind Ritualobjekte sowie Alltagsgegenstände in den Grabbeigaben zu sehen.
Im alten Ägypten bedeutete der Tod nicht das Ende des Lebens, sondern nur einen Augenblick des Übergangs in eine andere Lebensform, die sich im Jenseits fortsetzte. Für dieses Leben nach dem Tod musste der Körper erhalten werden. Nur dann konnte die Seele, die sich mit dem Tod vom Körper des Verstorbenen löst, wieder in den Körper zurückkehren. Daher wurde versucht, die Toten durch Einbalsamierung vor der Verwesung zu bewahren. Die Mumien stehen für das Streben nach ewigem Leben. Zur Erhaltung des Körpers für sein Weiterleben in der Ewigkeit entwickelten die Ägypter das sehr aufwändige, bis zu 70 Tage dauernde Verfahren der Balsamierung. In der Ausstellung sind mehrere Mumien und mumifizierte Körperteile, ein Ensemble von Kanopenvasen und weitere Zeugnisse des Bestattungsvorgangs zu sehen.
Auch Beispiele von Sarkophagen aus verschiedenen Zeiten werden in der Ausstellung präsentiert. Die Steinsärge dienten dem weiteren Schutz des Körpers, sowohl vor Verwesung als auch vor Grabschändung. Sie waren kastenförmig oder in Menschengestalt geformt und teilweise sehr kunstvoll dekoriert. Als sehr aufwändiger Schutz der Bestattung dienten auch die Pyramiden, die die Pharaonen errichten ließen.
Beigegeben wurden den Verstorbenen Amulette wie beispielsweise Horusaugen und andere Gegenstände, die für den Bestattungskult bestimmt waren. Dazu kamen zahlreiche Dinge des täglichen Bedarfs, denn auch im Jenseits sollte es den Verstorbenen an nichts fehlen. Die Wanderausstellung mit etwa 80 faszinierenden Exponaten wurde vom "expona museum exhibition network“ in Bozen und "Contemporanea Progetti“ in Florenz realisiert und von den Kuratorinnen des Ägyptischen Museums Florenz, Maria Cristina Guidotti und Flora Silvano, zusammengestellt.

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