17.07.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Müntefering nennt Rente mit 63 "bizarre Regelung"

Müntefering nennt Rente mit 63 "bizarre Regelung"

Warnung vor neuem Trend zur Frühverrentung

Der frühere SPD-Chef Franz Müntefering hat die Rentenpläne der großen Koalition kritisiert. Die Rente mit 63 sei eine "bizarre Sonderregelung", erklärte Müntefering.

Der frühere SPD-Chef Franz Müntefering hat die Rentenpläne von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) als einen "Irrweg" kritisiert. "Das jahrelange, erfolgreiche Bemühen, Schritt für Schritt die Mentalität zur Frühverrentung umzukehren, wird konterkariert", schrieb Müntefering in einem Beitrag für das Magazin "Cicero". Er wandte sich damit gegen das Vorhaben der schwarz-roten Bundesregierung, eine abschlagsfreie Rente ab 63 für langjährig Versicherte einzuführen. Dies sei eine "bizarre Sonderregelung", kritisierte Müntefering.

Müntefering war von 2005 bis 2007 Arbeitsminister der damaligen großen Koalition gewesen. In dieser Zeit hatte er die Verschiebung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre durchgesetzt, was in der SPD bis heute umstritten ist. Von 2004 bis 2005 und erneut von 2008 bis 2009 war Müntefering Bundesvorsitzender der SPD.

© 2014 AFP


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