Morgen startet die düsseldorf photo+

50 Institutionen, Galerien und Off-Spaces dabei

Ab Freitag, 13. Mai 2022, findet die zweite Ausgabe der düsseldorf photo+ Biennale for Visual and Sonic Media statt.

Düsseldorf - Mit über 50 Ausstellungen und diversen Veranstaltungen geben die teilnehmenden Institutionen, Galerien und Off-Spaces der Düsseldorfer Kunst- und Fotoszene Einblick in aktuelle Fragestellungen und Themen rund um Fotografie und zeitbasierte Medienkunst.

Die von Pola Sieverding und Asya Yaghmurian kuratierte Hauptausstellung Think We Must steht thematisch im Zentrum der Biennale und eröffnet am 12. Mai 2022 in der Akademie-Galerie. Mit Werken von Frida Orupabo, Walid Raad, Hito Steyerl, David Wojnarowicz und Weiteren geht die Gruppenausstellung der Frage nach, wie durch das Denken mit fotografischen Bildern Wirklichkeit, Geschichte und gesellschaftliche Dispositive konstituiert und verändert werden können.

Die Biennale wird außerdem über den gesamten Zeitraum von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Panels, Talks und Workshops begleitet, darunter ein Roundtable zu machtkritischem Kuratieren und Vermitteln mit Vivien Trommer, Akinbode Akinbiyi, Aino Laberenz und Max Jorge Hinderer Cruz am 14. Mai 2022.

Die K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt während der Biennale die Ausstellung Dialoge im Wandel aus der Walther Collection mit Bildern aus Afrika und der afrikanischen Diaspora. Die Werke von Turner-Preisträgerin Laure Prouvost, die das vertraute Verhältnis von Bild, Sprache und Wahrnehmung infrage stellt, werden in einem Screeningprogram der Julia Stoschek Collection gezeigt. Salma Baccar, Larissa Sansour und Chris Marker präsentieren im dezentralen Filmprogramm Imagi(ni)ng Otherwise Gegenentwürfe zu globalen, rassistischen und geschlechtsbezogenen Machtstrukturen.

Für die kongeniale Beziehung zwischen Film und Fotografie steht Angelo Novi, der als Standfotograf die gesellschaftskritischen Filme von Pier Paolo Pasolini begleitete und neben Astrid Busch bei Rupert Pfab zu sehen ist. In der Konrad Fischer Galerie untersucht Thomas Ruff politische Propaganda mit zwei Bildserien. Die Arbeiten von Talia Chetrit in der Galerie Sies + Höke thematisieren Macht, Sexualität und Rollenbilder.

Marge Monko widmet sich mit ihren Fotografien in der Galerie Cosar konsumkritisch dem Schaufenster als Schnittstelle zwischen Begehren und Aneignen. Sensibilität für die Pflanzenwelt in Randbereichen urbaner Räume weckt Gino Bühler bei Schönewald Fine Arts. In der ungewöhnlichen Location eines umgebauten Schwimmbeckens werden im Off-Space the pool experimentelle Arbeiten von Studierenden der Klasse Koenraad Dedobbeleers an der Kunstakademie Düsseldorf gezeigt, sowie Projektionen von Deniz Saridas.