Möglicherweise Aachenerin bei Anschlägen in Brüssel getötet

Mehrere Deutsche bei Attentaten verletzt

Bei den Anschlägen in Brüssel ist nach Angaben der Polizei möglicherweise eine Frau aus Aachen getötet worden.

Brüssel - Die Frau werde vermisst, während ihr Mann mit schweren Verletzungen in ein belgisches Krankenhaus eingeliefert worden sei, teilte die Aachener Polizei mit. "Es ist nicht auszuschließen, dass sie sich unter den noch nicht identifizierten Opfern des Anschlags befindet."

Bei dem Doppelattentat in Brüssel waren am Dienstag nach jüngsten Angaben der belgischen Behörden 31 Menschen getötet und 270 weitere verletzt worden. Nach Angaben des Auswärtigen Amts wurden auch Deutsche verletzt. "Wir müssen leider bestätigen, dass unter den bei dem Terroranschlag verletzten Personen auch deutsche Staatsangehörige sind, darunter mindestens eine schwer verletzte Person", teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin mit.

Aus dem Ministerium hieß es zudem, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Deutsche auch unter den Todesopfern seien. Der Krisenstab der Bundesregierung hatte nach dem Bekanntwerden der Anschläge seine Arbeit aufgenommen.

Die Mitarbeiter hätten auch über Nacht gemeinsam mit den Kollegen der deutschen Botschaft in Brüssel und im Kontakt mit den belgischen Behörden versucht zu klären, wie viele Deutsche verletzt wurden und ob Deutsche bei den Anschlägen getötet wurden, hieß es weiter aus dem Ministerium.

Mit einer Schweigeminute gedachte Brüssel um 12.00 Uhr der Opfer der beiden Attentate vom Vortag. An der zentralen Gedenkstätte auf dem Börsenplatz im Brüsseler Stadtzentrum sowie auf dem Vorplatz der EU-Kommission versammelten sich tausende Menschen. Auf dem Börsenplatz klatschten die Menschen am Ende der Schweigeminute in die Hände.

Im Kommissionsgebäude nahmen neben den Mitgliedern der EU-Kommission auch Belgiens König Philippe mit Königin Mathilde sowie der belgische Premierminister Charles Michel an der Schweigeminute teil.

Auf dem Börsenplatz zeigte die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, an der Seite von Brüssels Bürgermeisters Yvan Mayeur, ihre Solidarität mit den Opfern der Anschläge.

In der Mitte des Kreises, den die etwa 3000 Menschen vor dem Börsengebäude bildeten, waren auf dem Boden viele Beileidsbekundungen mit Kreide geschrieben worden. Worte wie "Solidarität" und "Wir sind eins" waren zu lesen.

(xity, AFP)