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Modernes Japan im Schloss Benrath

Ausstellung „Japanische Gärten in Deutschland“

Am Freitag, den 12. Oktober 2018, zeigen Studierende des Instituts für Modernes Japan das Papiertheaterstück „Der Mikado“ im Museum für Gartenkunst in Schloss Benrath.

Düsseldorf: Anlass ist die Eröffnung der Ausstellung „Japanische Gärten in Deutschland“, die PD Dr. Christian Tagsold konzipiert hat. Die Eröffnung startet am Freitag, 12. Oktober, um 19 Uhr im Festsaal des Ostflügels mit einer Einführung von Christian Tagsold. Danach gibt es Aufführungen des Papiertheaters und parallel Kurzführungen durch die Ausstellung.

Über das Papiertheater „Der Mikado“:
Im 19. Jahrhundert kamen in Europa Papiertheater als neue Unterhaltungsform auf. Sie boten die Möglichkeit, sich die große Welt des Theaters in kleinem Format ins Haus zu holen, waren damit lehrreich und forderten zudem einiges an handwerklichem Geschick – schließlich musste das Theater zunächst einmal selbst aus Papierbögen zusammengebaut werden. Die Bögen, mit denen das Stück „Der Mikado“ inszeniert wird, stammen aus der Serie „Schreibers Kindertheater“ des Schreiber-Verlags (Esslingen) und wurden von Benno Mitschka, Inhaber des „Multum in Parvo“ reproduziert. Das Team des Instituts für Modernes Japan hat mit diesen Bögen und viel Eigenkonstruktion die Bühne für das Stück „Der Mikado“ selbst gebaut.
Das Stück „Der Mikado“, verfasst von Ernst Siewert für den Schreiber-Verlag (1891), ist eine typische Märchengeschichte, in der eine Prinzessin erobert werden muss. Die Namen der Figuren sind angelehnt an die Operette „The Mikado“ von Gilbert und Sullivan (1885), und die gesamte Szenerie mit Lampions, Kimono, Holzschnitten und japanischen Gärten verrät, dass dieses Papiertheater deutlich im Kontext des Japonismus der damaligen Zeit steht.

Über die Ausstellung „Japanische Gärten in Deutschland“:
Seit über 100 Jahren werden in Deutschland Japanische Gärten angelegt. Inzwischen gibt es Hunderte öffentliche und private Gärten dieser Art. Doch was sind die Hintergründe für diese Mode? Wie steht es um die Anlässe, wie um die Authentizität??Die Ausstellung gibt Antworten auf diese Fragen, indem sie die Entwicklung Japanischer Gärten in Deutschland nachzeichnet. Vom ersten Garten 1904 in Düsseldorf über viele Beispiele auf Garten-Ausstellungen und in Museen bis hin zu ehemals privaten und jetzt öffentlichen Gärten, wird deutlich, dass Japanische Gärten nicht nur Reaktionen auf japanische Vorbilder bildeten. Vielmehr wollten sie auch eine Idee von dem scheinbar so exotischen Land Japan insgesamt geben und spiegelten natürlich die Vorlieben und Vorstellungen ihrer Auftraggeber und Gestalter wider. Außerdem zeigt die Ausstellung, dass die Gärten darüber hinaus Ausgangspunkt für eine breite popkulturelle Verarbeitung des Themas waren und sind.


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