Mobilität in Deutschland seit Beginn von zweitem Lockdown gesunken

Statistikamt: Durchschnittliche Bewegung geht um 4,7 Prozent zurück

Seit dem Beginn des zweiten Lockdowns am 2. November ist die Mobilität der Bevölkerung in Deutschland gesunken.

Wiesbaden - In der Woche des Inkrafttretens der neuen Beschränkungen ging die durchschnittliche Bewegung über alle Landkreise und kreisfreien Städte hinweg um 4,7 Prozent gegenüber der Vorwoche zurück, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf Grundlage einer Sonderauswertung von Mobilfunkdaten mitteilte.

Damit lag die Mobilität in der ersten Novemberwoche erstmals seit Juni über eine Woche hinweg unterhalb des Vorjahresniveaus. Dennoch ist der Rückgang laut den Statistikern bislang schwächer ausgeprägt als während des ersten Lockdowns im Frühjahr, als auch Schulen und Kitas geschlossen waren. Damals ging die Mobilität zeitweise um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.

In Regionen mit einem niedrigeren Inzidenzwert von unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner nahm die Mobilität generell weniger ab als in Regionen mit höheren Zahlen. Städte und Landkreise mit weniger Neuinfektionen befinden sich überwiegend in Ostdeutschland. Die Mobilität ging dort daher tendenziell weniger stark zurück als im Westen. An Werktagen sank sie in der ersten Novemberwoche im Osten um 5,1 Prozent und im Westen um sechs Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Für die Untersuchung werteten die Statistiker anonymisierte Mobilfunkdaten aus. Bewegungsdaten werden immer dann erfasst, wenn ein Handy die Funkzelle wechselt. Laut Statistikamt enthalten die gruppierten Daten keinerlei persönliche Informationen.

(xity, AFP)