Mobile Impfteams wieder unterwegs

Ab Mittwoch wird in der Stadthalle geimpft

Sie Stadt Braunschweig hat beschlossen, ab Mittwoch, 24. November 2021, ein zentrales Impfangebot in der Stadthalle Braunschweig vorzuhalten.

Braunschweig - Aufgrund der großen Nachfrage nach Booster- aber auch Erstimpfungen hat sich die Stadt Braunschweig dazu entschlossen, ab Mittwoch, 24. November, ein zentrales Impfangebot in der Stadthalle Braunschweig vorzuhalten. Dies hat Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum heute in einem Pressegespräch mitgeteilt. Die bisher von den mobilen Teams an unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet angebotenen Impfungen, zuletzt in den Schloss-Arkaden, werden ab diesem Zeitpunkt in der Stadthalle durchgeführt. Teile der mobilen Impfteams werden weiterhin auch in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen tätig sein. Ein kleineres Angebot ausschließlich für Erstimpfungen soll dennoch weiterhin im Bereich Schloss bestehen bleiben.

„Angesichts der stetig steigenden Nachfrage, den Schlangen in den Schloss-Arkaden und dem kommenden Winter mit kalten Temperaturen benötigen wir wieder ein stationäres, überdachtes Angebot in einer Immobilie, die groß genug ist, um einen geordneten Ablauf auch bei einer steigenden Zahl von Impfinteressierten zu ermöglichen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. „Wir rüsten diesen Standort jetzt wieder auf. Die Stadthalle hat sich bewährt. Sie bietet die technischen Voraussetzungen, um hier einen solchen Betrieb kurzfristig schrittweise hochzufahren.“ Bis zu 1.000 Impfungen täglich sollen hier in den kommenden Wochen möglich werden. Derzeit schaffen die mobilen Impfteams bereits etwa 600 täglich.

Zugleich sei die Situation eine andere als Ende vergangenen Jahres. „Da hatten wir einen klaren Auftrag von Bund und Land, wenig, aber dennoch etwas mehr Vorlauf, und Zuständigkeiten und Finanzierung waren klar. Jetzt können wir zwar auf die Erfahrungen des Impfzentrums zurückgreifen, zugleich haben wir große Teile des Personals nicht mehr.“ Kornblum erinnerte daran, dass die Ansage von Bund und Land war, dass die Impfzentren aufgegeben werden sollen, weil die Zuständigkeit ab Oktober bei den niedergelassenen Ärzten liegen sollte. Die Städte haben eine begrenzte Zahl an mobilen Impfteams erhalten, die jedoch nur ergänzend in Hotspots oder Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen tätig sein sollten.

Dr. Kornblum: „Daran hat sich nichts geändert. Wir nehmen das Impfen der Allgemeinheit jetzt dennoch wieder stärker in die Hand, weil offensichtlich ist, dass die große Nachfrage insbesondere nach Boostern anders gar nicht befriedigt werden kann und die niedergelassenen Praxen den Ansturm alleine nicht bewältigen.“ Die Stadt sei in Gesprächen mit dem Land, wie das Angebot sukzessive ausgebaut werden kann und welche auch finanzielle Unterstützung es dafür gibt.

Krisenstabsleiterin Dr. Christine Arbogast sagte, die bisher vier mobilen Teams würden in den kommenden Wochen in Absprache mit dem Land auf sieben Teams aufgestockt. Entsprechende Ausschreibungen seien bereits veröffentlicht. „Dennoch werden wir den Ansturm aus dem Stand nicht bewältigen können, schon gar nicht in der Anfangszeit. Was wir jetzt hier starten kann zumindest erstmal nicht das Impfzentrum sein, das die Braunschweigerinnen und Braunschweiger kennen. Wir können auch kein Terminmanagementsystem aus dem Hut zaubern. Daher bleibt es dabei, dass ohne Termin geimpft wird, wie bisher bei den mobilen Teams. Dafür bitte ich um Verständnis.“

Es würden aus all diesen Gründen auch zunächst nur diejenigen geimpft, die derzeit eine Impfempfehlung haben: Also Ungeimpfte sowie für Auffrischungen Über-70-Jährige, Menschen, die bisher nur mit Johnson & Johnson geimpft sind, sowie alle, bei denen die Impfung bereits sechs Monate zurückliegt.

Sie sei sehr froh, dass Prof. Dr. Wessel, der bereits medizinischer Leiter des Impfzentrums war und in den vergangenen Wochen die mobilen Impfteams geführt hat, gemeinsam mit Amra Adi-Ihssen für die medizinische Leitung zur Verfügung stünde. Zudem werde die organisatorische Leitung von Dr. Ulf Hilger übernommen, der bereits stellvertretender organisatorischer Leiter des Impfzentrums war.

Es werden zunächst von Montag bis Freitag zwischen 9.00-16.00 Uhr Schutzimpfungen angeboten. Der Eingang befindet sich auf der Seite zur Straße St. Leonhard. Besucher, die mit dem eigenen Auto anreisen, können das Parkhaus an der Stadthalle kostenlos nutzen. Für die Impfung ist kein Termin notwendig.

Um zeitliche Verzögerungen zu vermeiden, bitten wir diejenigen, die nicht in einem niedersächsischen Impfzentrum geimpft wurden oder einen anderen Impfstoff erhalten haben (z. B. Johnson & Johnson), ihre Einwilligungs- und Aufklärungsbögen wenn möglich ausgedruckt und ausgefüllt mitzubringen. Die Drittimpfung (Boosterimpfung) erfolgt in der Regel sechs Monate nach der Zweitimpfung.

Bis einschließlich Dienstag werden in den Schloss-Arkaden Boosterimpfungen vorgenommen, ab Mittwoch dann in der Stadthalle. Das Angebot von Erstimpfungen wird ab Mittwoch dann im Bereich Schloss fortgeführt.