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Mitbegründerin Oertel wurde Pegida zu radikal

Ex-Sprecherin: Bewegung wurde Plattform für Extremisten

Kathrin Oertel hat Pegida zusammen mit weiteren Mitgliedern aus dem Führungsteam Ende Januar verlassen.

Die Pegida-Mitbegründerin Kathrin Oertel hat ihren Rückzug aus der Führung der anti-islamischen Bewegung mit deren Radikalisierung begründet. "Allmählich merkten wir, dass Pegida mehr und mehr Leuten eine Plattform gab, denen wir keine Plattform geben wollten. Extremisten zum Beispiel", sagte die frühere Pegida-Sprecherin.

Oertel hatte Pegida zusammen mit weiteren Mitgliedern aus dem Führungsteam Ende Januar verlassen. Pegida sei ihr zu radikal geworden, sagte Oertel dem "Zeit-Magazin". Sie sehe es nicht ein, "dass ich mich für Äußerungen von Mitgliedern des Orga-Teams rechtfertigen muss, hinter denen ich überhaupt nicht stehe".

Ende Januar hatte sich die Bewegung im Streit um ihren Mitbegründer Lutz Bachmann aufgespalten. Nach dem Erscheinen eines Bilds in Hitler-Pose und Berichten über fremdenfeindliche Kommentare im Internet musste Bachmann am 21. Januar als Organisator zurücktreten. Eine Woche später zogen sich Sprecherin Kathrin Oertel und vier weitere Mitglieder der Pegida-Führung zurück und gründeten eine eigene Bewegung für direkte Demokratie. Diese Gruppe habe Oertel mittlerweile auch wieder im Streit verlassen, berichtet das "Zeit-Magazin".

© 2015 AFP


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