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Mit Cannabis im Blut und in der Tasche

Polizei zieht 22-jährigen Ratinger aus dem Verkehr

Am nächtlich frühen Freitagmorgen, 04. März 2016, gegen 00:10 Uhr, stoppte die Ratinger Polizei einen blauen PKW Ford Focus auf der Sandstraße in Ratingen-Mitte zur allgemeinen Verkehrskontrolle.

Ratingen - Bei der Kontrolle des 22-jährigen Ratingers, der am Steuer des Wagens saß, bekamen die Beamten Zweifel an der aktuellen Fahrtauglichkeit des jungen Fahrers. Da Alkoholgeruch in der Atemluft des Mannes feststellbar war, erfolgte ein freiwilliger Atemalkoholtest, der aber mit einem Wert von nur 0,1 Promille (0,05 mg/l) keinen Anlass zur
Beanstandung bot. Weil aber dennoch typische Reaktions- und körperliche Auffälligkeiten des Fahrzeugführers weiterhin verdächtig erschienen, folgte auch noch die Durchführung eines Drogentests.

Dieser bestätigte den Konsum von THC. Konfrontiert mit diesem Ergebnis räumte der 22-Jährige danach erst ein, im Lauf des vorangegangenen Donnerstagabends einen Joint geraucht zu haben. Bei einer körperlichen Durchsuchung des Beschuldigten wurden dann auch geringe Mengen Cannabis aufgefunden und sichergestellt.

Die Ratinger Polizei leitete ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz ein und fertigte auch eine Anzeige wegen des Führens eines Kraftfahrzeugs unter Drogeneinfluss. Zur Beweisführung im eingeleiteten Verfahren wurde die ärztliche Entnahme von Blutproben angeordnet und durchgeführt. Bevor der Beschuldigte danach seinen Heimweg weiter zu Fuß antreten durfte, wurde dem 22-Jährigen, bis zur zweifelsfreien Wiedererlangung seiner Fahrtauglichkeit, jedes weitere Führen von Kraftfahrzeugen ausdrücklich untersagt.

Für eine nachgewiesene Drogenfahrt im Straßenverkehr erwarten den betroffenen Fahrzeugführer schon beim ersten Mal mindestens ein einmonatiges Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und ein Bußgeld in Höhe von 500,- Euro. Im Wiederholungsfall und weiteren Fällen steigen die Bußgeldandrohungen auf 1.000,- und 1.500,- Euro, die Eintragungen im Flensburger Zentralregister auf jeweils drei Punkte.

In jedem Fall erhält aber immer die zuständige Straßenverkehrsbehörde unverzüglich Kenntnis von den Feststellungen und Untersuchungsergebnissen der Polizei, um dann in eigener Zuständigkeit über die grundsätzliche Eignung des Betroffenen zum Führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr zu
entscheiden. Es droht dann sogar ein dauerhafter Führerscheinentzug.

Dies hängt davon ab, wie lange ein Konsum zurückliegt und in welcher Konzentration konsumiert wurde. Zur Beweisführung kann die Behörde ein ärztliches Gutachten und auch eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (abgekürzt: MPU) anordnen.

Sagt das ärztliche Gutachten aus, dass ein chronischer Drogenkonsum vorliegt, wird der Führerschein mit Sicherheit entzogen. Grund dafür ist, dass dem Konsumenten nicht zugetraut wird, seinen Konsum und die Teilnahme am Straßenverkehr sicher zu trennen.

(xity, OTS)


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