11.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Ministerpräsident Albig kritisiert Vorrangprüfung

Ministerpräsident Albig kritisiert Vorrangprüfung

Reaktion auf niedrige Arbeitslosenzahlen

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig (SPD) fordert ein Überdenken des Prinzips, dass zuerst Deutsche und EU-Bürger Anrecht auf einen Arbeitsplatz haben.

Berlin - Er reagiert damit auf die niedrigen Arbeitslosen- und die hohen Flüchtlingszahlen. Deutschland sollte "dieses Bürokratie-Spielen nicht übertreiben", sagte Albig am Sonntag im "Bericht aus Berlin" der ARD. In vielen Betrieben herrsche dringender Bedarf an Fachkräften, der durch die Flüchtlinge gedeckt werden könnte, sagte der SPD-Politiker weiter. Da sei es "anachronistisch", an alten Systemen festzuhalten, "die aus einer anderen Zeit kommen".

Der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder bekräftigte in der Sendung, dass mehr dafür getan werden muss, die Anerkennungsverfahren zu beschleunigen. Zudem schlug er vor, der Bund könnte die Berufsanerkennung koordinieren. Gerade aus Syrien kämen viele hochqualifizierte Flüchtlinge wie etwa Ärzte, sagte Kauder. Deren medizinische Ausbildung müsse aber erst anerkannt werden - "und da haben wir dann 16 verschiedene Systeme in den Bundesländern". Würde der Bund die Koordinierung übernehmen, könnte das möglicherweise schneller gehen.

(xity, AFP)


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