Ministerium fordert Entlastung bei Krankenkassenbeitrag

Bericht: Spekulationen über Erhöhung "fehl am Platze"

Das Bundesgesundheitsministerium sieht Spielraum für Beitragssenkungen bei den gesetzlichen Krankenkassen.

Berlin - "Hohe Finanzreserven", die bei zahlreichen Krankenkassen Ende 2014 vorhanden gewesen seien, zeigten, "dass die Spielräume für niedrigere Zusatzbeiträge 2015 bei weitem nicht ausgeschöpft werden", zitierte die "Wirtschaftswoche" aus einem Schreiben von Staatssekretär Lutz Stroppe an den zuständigen Ausschuss des Bundestages.

Zum Jahreswechsel verfügten die gesetzlichen Krankenkassen laut Gesundheitsministerium über ein Finanzpolster von 28 Milliarden Euro. "Angesichts der guten Finanzausstattung sind Spekulationen, es könne bereits im Laufe des Jahres 2015 wieder zu Beitragssatzerhöhungen kommen, fehl am Platze, führte Stroppe dem Bericht zufolge aus. Es sei eher Zeit für Entlastung.

Seit diesem Jahr haben Kassen mehr Spielraum, ihre Einnahmen festzulegen: Es gilt seither ein Mindestbeitragssatz von 14,6 Prozent. Die Kassen können aber noch individuelle Zusatzbeiträge erheben, die in der Regel um die 0,9 Prozent liegen. Allerdings verlangen einige Kassen derzeit noch niedrigere Zusatzbeiträge. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) rechnet allerdings schon länger damit, dass die Versicherten bereits 2016 höhere Beiträge zahlen müssen als zu Beginn dieses Jahres.

(xity, AFP)