22.03.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Mieterbund fordert mehr Geld für sozialen Wohnungsbau

Mieterbund fordert mehr Geld für sozialen Wohnungsbau

Konkurrenz von Flüchtlingen und Geringverdienern droht

Die Zahl der Sozialwohnungen habe sich seit der Wiedervereinigung von fast vier Millionen auf 1,5 Millionen mehr als halbiert, kritisierte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten.

Berlin - Angesichts der wachsenden Flüchtlingszahlen hat der Deutsche Mieterbund vom Bund mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr für den sozialen Wohnungsbau gefordert. Die Zahl der Sozialwohnungen habe sich seit der Wiedervereinigung von fast vier Millionen auf 1,5 Millionen mehr als halbiert, kritisierte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Daher drohe eine Konkurrenz von Menschen mit niedrigem Einkommen und Flüchtlingen um bezahlbare Wohnungen. "Das darf aber auf keinen Fall passieren", sagte Siebenkotten.

Um gegen daraus entstehende mögliche soziale Spannungen vorzugehen, sei "eine sofortige intensive Anstrengung" nötig, sagte der Verbandschef in der "NOZ". Nötig sei dafür eine konzertierte Aktion von Bund, Ländern und Kommunen. Daher müssten die Mittel des Bundes an die Länder von derzeit 518 Millionen Euro im Jahr auf eine Milliarde Euro erhöht werden.

Außerdem müssten die Länder die Gelder zweckgebunden einsetzen und Fördermittel in gleicher Höhe für den Mietwohnungsbau zur Verfügung stellen, forderte Siebenkotten. Dies geschehe derzeit in vielen Bundesländern nicht. Positive Ausnahmen seien die bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern, führte Siebenkotten aus.

(xity, AFP)


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