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Mieter häufen weniger Schulden bei ihren Vermietern an

Mietschulden und -ausfälle 2013 weiter gesunken

Mieter in Deutschland häufen zusammengerechnet zunehmend weniger Mietschulden an.

Berlin - Im vergangenen Jahr hätten die rund 3000 Vermieter, die im Branchenverband GdW organisiert sind, insgesamt auf noch 411 Millionen Euro von ihren Mietern gewartet, das seien 7,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte der GdW mit. Seit zehn Jahren ging es damit den Angaben zufolge mit den Mietschulden bergab. 2003 hatten die Mieter noch mit über 757 Millionen Euro bei Haus- und Wohnungsbesitzern in der Kreide gestanden.

Bezogen auf die Gesamtmieteinnahmen machten die Schulden bei den GdW-Unternehmen im Schnitt noch 2,3 Prozent der jährlichen Netto-Kaltmieten aus. In den alten Bundesländern fielen sie demnach mit einer Quote von 1,7 Prozent niedriger aus als in den neuen Bundesländern, wo die Mietschulden drei Prozent der Jahressollmiete erreichten. Die westdeutschen GdW-Vermieter hatten demnach Ende 2013 noch 188 Millionen Euro an Mietschulden in ihren Büchern stehen, die ostdeutschen 223 Millionen Euro.

Mit den Schulden sind dem Verband zufolge auch die Mietausfälle deutlich gesunken. Sie gehen demnach bereits seit 2002 Jahr für Jahr zurück und erreichten 2013 noch einen Wert von 884,5 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Rückgang um 5,3 Prozent. Zu Mietausfällen für Immobilienbesitzer kommt es beispielsweise, wenn Mietwohnungen leerstehen, bei Mietminderungen, Abschreibungen auf Mietschulden oder wenn für den Vermieter etwa für Räumungsklagen Sonderkosten anfallen. In Ostdeutschland mussten die Vermieter 2013 demnach mit 555,7 Millionen Euro auf fast acht Prozent der Jahressollmiete verzichten. In Westdeutschland gingen ihnen laut GdW 328,8 Millionen Euro oder 3,2 Prozent der Jahressollmiete durch die Lappen.

(xity, AFP)


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