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Merz gibt Posten in Wirtschaft auf und will sich stärker für CDU engagieren

Ex-Fraktionschef: "Ich werde mich weiter politisch einbringen"

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) gibt seinen Spitzenposten in der Wirtschaft auf, um sich stärker für die CDU engagieren zu können.

Berlin - "Ich werde meine Zeit nun nutzen, die CDU noch stärker bei ihrer Erneuerung zu unterstützen und mich weiter politisch einzubringen", hieß es in einer "persönlichen Erklärung", die Merz am Mittwochabend veröffentlichte.

Er begründete seinen Schritt mit den "großen Herausforderungen", vor denen Deutschland und Europa stünden. "Ich möchte dazu beitragen, dass unser Land erfolgreich bleibt und zukunftsfähig wird."

Deswegen habe er sich entschieden, seine Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender des Investmentkonzerns Blackrock in Deutschland "zum Ende des ersten Quartals zu beenden", erklärte Merz. "Es war mir eine Freude und große Ehre, das Unternehmen in Deutschland über die vergangenen vier Jahre zu begleiten."

Der Schritt von Merz dürfte Spekulationen über seine politischen Ambitionen weiter befeuern. Merz war Ende 2018 im Rennen um den CDU-Vorsitz knapp seiner Gegnerin Annegret Kramp-Karrenbauer unterlegen. In den vergangenen Monaten hatte er immer wieder durchblicken lassen, dass er eine Rolle bei der Neuaufstellung seiner Partei für sich anstrebt.

In Teilen der CDU-Basis verfügt Merz über viel Rückhalt. Er gilt als potenzieller Kanzlerkandidat. Kramp-Karrenbauer hat sich bislang noch nicht dazu erklärt, ob sie selbst als Kanzlerkandidatin in die nächste Bundestagswahl ziehen will. Bis Jahresende will die CDU die Frage klären: Der Kandidat oder die Kandidatin soll auf dem Stuttgarter Parteitag im Dezember gekürt werden.

(xity, AFP)


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