16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Merz erhält Gegenwind zu Äußerungen zur AfD

Merz erhält Gegenwind zu Äußerungen zur AfD

Widerspruch von Regierungschefs Günther und Laschet

Für seine Äußerungen zum Umgang der CDU mit der AfD hat sich Vorstandskandidat Friedrich Merz weitere Kritik von Parteikollegen zugezogen.

Berlin - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sagte der Zeitung "Die Welt" vom Samstag, viele Mitglieder der Union arbeiteten "hart daran", die AfD "kleinzuhalten. Es sei eher so, "dass wir dieser Partei in der Vergangenheit zu viel Aufmerksamkeit geschenkt haben", sagte Günther. Dadurch hätten die Rechtspopulisten "teilweise die politische Agenda diktiert".

Günther nahm Bezug auf ein Interview von Merz, in dem der Politiker gesagt hatte, die CDU habe den Aufstieg der AfD mit einem "Achselzucken" hingenommen. Dieser Sicht hatten bereits Merz' Mitbewerber um den CDU-Vorsitz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn, vehement widersprochen. Mit Blick auf die Neuwahl des CDU-Vorsitzes sagte Günther, die vielen "positiven Ergebnisse der Ära Merkel" müssten fortgeführt werden.

Auch der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, kritisierte Merz. Der CDU-Politiker sagte der "Rheinischen Post" vom Samstag zu dessen Äußerungen, er "sehe das anders". Bei den vergangenen Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen habe die CDU "einen klaren Wahlkampf geführt, der sich auch mit der AfD auseinandergesetzt" habe, sagte Laschet und fügte hinzu: "Ich habe schon immer zu denen gehört, die auch öffentlich mit der AfD die Auseinandersetzung gesucht haben."

(xity, AFP)


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