17.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Merkel: Sorgen von Juden wegen wachsenden Antisemitismus ernst nehmen

Merkel: Sorgen von Juden wegen wachsenden Antisemitismus ernst nehmen

Kanzlerin dringt auf Löschung von Hasseinträgen im Internet

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dazu aufgerufen, Warnungen von in Deutschland lebenden Juden wegen eines wachsenden Antisemitismus ernst zu nehmen.

Berlin - Es gebe hier für Deutschland "eine immerwährende Verantwortung", sagte Merkel am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast mit Blick auf die Verbrechen des Nationalsozialismus. Das heiße heute, "jüdisches Leben willkommen zu heißen, Antisemitismus zu bekämpfen und hier auch keine Kompromisse zuzulassen".

"Beim Antisemitismus geht es um einen Zustand, den wir leider zu oft in unserer Gesellschaft haben", sagte Merkel weiter. "Und deshalb müssen wir auch intensiv dagegen angehen." Als Beispiel nannte die Kanzlerin Hasseintäge in sozialen Netzwerken im Internet, die wenn möglich gelöscht werden müssten.

Merkel ging auch auf Sorgen des Zentralrats der Juden in Deutschland ein wegen der Zuwanderung viele Menschen aus Ländern, in denen Hass auf Israel verbreitet ist. "Wir müssen uns damit befassen. gerade auch bei Jugendlichen", sagte die Kanzlerin. "Hier haben wir eine große Aufgabe vor uns."

Merkel äußerte sich anlässlich der Eröffnung der Aussstellung "Kunst aus dem Holocaust" am Montag im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Dort werden Exponate der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem gezeigt.

(xity, AFP)


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