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Merkel sagt Bosnien Unterstützung auf dem Weg in die EU zu

Kanzlerin will auf Sorgen der Landwirte eingehen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bosnien die Hilfe Deutschlands bei der Bewältigung von Hindernissen auf seinem Weg in die EU zugesagt.

Berlin - Sie sagte am Donnerstag an der Seite des Vorsitzenden des Dreier-Staatspräsidiums von Bosnien-Herzegowina, Bakir Izetbegovic, in Berlin, Deutschland wolle "so hilfreich wie möglich sein", um die Übergangsphase für das Land zu unterstützen.

Bosnien hatte Mitte Februar einen Antrag auf einen Beitritt zur EU eingereicht und die Hoffnung geäußert, bald offiziell den Status eines Beitrittskandidaten zu erhalten. Merkel sagte dazu, bis zum 18. Juli werde über eine Weiterleitung des Antrags befunden und bis dahin sei noch "eine Menge Arbeit zu leisten".

In Bosnien gebe es die Sorge, dass die mit der EU ausgehandelte Stabilisierungs- und Assoziierungsvereinbarung "dazu führt, dass die Landwirtschaft stark beeinträchtigt wird", sagte Merkel. "Ich habe persönlich zugesagt, dass wir von deutscher Seite schauen werden, inwieweit wir helfen können, wenn Landwirte Nachteile zu befürchten haben."

Izetbegovic gestand ein, dass in seinem Land die "Illusion genährt" werde, dass die Landwirtschaft unter Druck gerate. "Das ist nicht so und das Problem ist deutlich kleiner als es dargestellt wird." Natürlich gebe es einen gewissen Wettbewerbsdruck. Jedoch: "Wir müssen damit zurechtkommen, wenn wir Mitglied der EU werden wollen", sagte Izetbegovic.

Der Muslim Izetbegovic ist der bosnische Vertreter des Staatspräsidiums. Er hielt sich gemeinsam mit den Vertretern der kroatischen und der serbischen Bevölkerungsgruppe des Landes, Dragan Covic und Mladen Ivanic, am Donnerstag in Berlin auf. Bei dem Treffen mit Merkel ging es auch um die Westbalkankonferenz, die am Montag in Paris stattfindet.

(xity, AFP)


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