16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Merkel nennt Spähvorwürfe gegen USA schwerwiegend

Merkel nennt Spähvorwürfe gegen USA schwerwiegend

Kanzlerin: Spionage wäre "sehr ernsthafter Vorgang"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich beunruhigt über den mutmaßlichen Doppelagenten beim Bundesnachrichtendienst geäußert.

Berlin - Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wonach der Mann für einen US-Geheimdienst arbeitete, dann handele es sich "um einen sehr ernsthaften Vorgang", sagte Merkel in Peking bei einer Pressekonferenz mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang.

Solche Spähaktivitäten stünden für sie "in einem klaren Widerspruch zu dem, was ich unter einer vertrauensvollen Zusammenarbeit von Diensten und auch von Partnern verstehe". Der Bundesgeneralanwalt habe Ermittlungen aufgenommen, fügte die Kanzlerin hinzu.

Am Freitag war bekannt geworden, dass ein 31-jähriger BND-Mitarbeiter im Verdacht steht, für die USA den Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Affäre um die Abhörpraktiken des US-Geheimdienstes NSA ausspioniert zu haben. Er soll aufgeflogen sein, weil er Ende Mai seine Dienste offenbar auch den russischen Geheimdiensten angeboten hatte. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Innenminister Thomas de Maizière (CDU) forderten angesichts der Vorwürfe Aufklärung von den USA.

(xity, AFP)


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