Merkel erinnert am Jahrestag des Kriegsendes an Opfer der NS-Gewaltherrschaft

Maas: "Idee des Faschismus leider auch heute nicht ganz ausgemerzt"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum 76. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs an die Opfer der NS-Zeit erinnert.

Berlin - "Es bleibt unsere immerwährende Verantwortung, die Erinnerung an die Millionen von Menschen wachzuhalten, die in den Jahren nationalsozialistischer Gewaltherrschaft ihr Leben verloren", erklärte Merkel, wie Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter mitteilte.

Außenminister Heiko Maas (SPD) dankte jenen, "die ihr Leben riskiert und millionenfach geopfert haben, um die Welt vom Faschismus zu befreien". Er erinnerte zudem daran, dass der Faschismus bis heute bestehe. "Die Idee des Faschismus ist leider auch heute nicht ganz ausgemerzt", erklärte er auf Twitter. "Wir müssen jeden Tag gemeinsam für Demokratie und Freiheit einstehen."

Europa-Staatsminister Michael Roth sprach sich in einem Gastbeitrag für das Portal t-online für einen zentralen Erinnerungsort in Berlin aus, an dem aller Opfer der nationalsozialistischen Besatzungsherrschaft gedacht wird. "Ein solcher Ort ist überfällig", schrieb der SPD-Politiker. "Wir brauchen endlich ein gemeinsames Gedenken an alle Opfer und eine Würdigung des Leids aller betroffenen Länder."

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zitierte anlässlich des Jahrestags den früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker auf Twitter mit den Worten: "Wir haben wahrlich keinen Grund, uns am heutigen Tag an Siegesfesten zu beteiligen. Aber wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945 als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf eine bessere Zukunft barg."

Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation von Deutschland zu Ende gegangen.

(xity, AFP)