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Meißen-Anschlag: Özoguz spricht von "Schande"

Ermittlungen nach Angriff auf Asylunterkunft dauern an

Die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), hat den Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft im sächsischen Meißen verurteilt.

Berlin - "Es ist eine Schande, dass Menschen, die bei uns Schutz vor Krieg und Gewalt in ihrer Heimat suchen, auch hier in Angst leben müssen", erklärte Özoguz in Berlin. Aus dieser Tat spreche "der pure Hass einer kriminellen Minderheit". "Verantwortung tragen aber auch die geistigen Brandstifter, die im Internet gegen Asylbewerber hetzen und zu den Protesten gegen Flüchtlingsheime aufrufen", fügte die SPD-Politikerin hinzu.

Unbekannte hatten sich in der Nacht zum Sonntag gewaltsam Zutritt zu dem Haus verschafft und mit Hilfe von Brandbeschleunigern Feuer in der noch unbewohnten Unterkunft gelegt. Ein Zimmer brannte komplett aus, durch den Ruß wurden aber auch die meisten anderen Wohnungen beschÖzoguzädigt, wie das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Polizei mitteilte.

Insgesamt waren in dem Haus acht neu sanierte Wohneinheiten für Flüchtlinge vorgesehen. Dort sollten nach Angaben des Landratsamts Meißen etwa 25 Asylbewerber untergebracht werden, die ersten davon in den kommenden Wochen. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte die mutmaßliche Brandstiftung verurteilt.

Eine Sprecherin des OAZ erklärte, die Ermittlungen würden "intensiv in alle Richtungen" geführt. Ein fremdenfeindliches Motiv werde nicht ausgeschlossen. Zugleich wies die Sprecherin Berichte zurück, es habe vor dem Anschlag eine Vorwarnung gegeben. "Einen schriftlichen Hinweis auf einen bevorstehenden Anschlag gegen die geplante Asylbewerberunterkunft gab es nicht."

(xity, AFP)


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