15.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Mehrheit der Bundesbürger hält Deutschland für ungerecht

Mehrheit der Bundesbürger hält Deutschland für ungerecht

Umfrage ermittelt Rückendeckung für Regierungspläne

Nur rund jeder Fünfte Deutsche hält Vermögen und Verdienste in Deutschland für fair verteilt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Allensbach-Instituts hervor.

Die Deutschen halten die Bundesrepublik für ein ungerechtes Land und wünschen sich mehr soziale Gerechtigkeit. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Allensbach-Instituts hervor, aus der die "Welt am Sonntag" berichtet. Demnach finden 59 Prozent der Befragten, es gehe in Deutschland nicht gerecht zu. Nur 21 Prozent halten Vermögen und Verdienste für fair verteilt.

Geplante Maßnahmen der Bundesregierung wie der gesetzliche Mindestlohn, die Renten- oder Arbeitsmarktreformen gingen nach Mehrheitsmeinung deshalb in die richtige Richtung, hieß es weiter. So hielten es 52 Prozent der Befragten für wichtiger, die soziale Gerechtigkeit auszubauen, als den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Nur 26 Prozent sprechen sich dafür aus, lieber die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu steigern.

Die geplanten Maßnahmen der Regierung werden das Land nach Ansicht der Bürger gerechter machen. 79 Prozent finden, die Aufstockung der Rente von Geringverdienern fördere die soziale Gerechtigkeit. Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde wird nach Meinung von 78 Prozent der Befragten den sozialen Frieden stärken. Sieben von zehn Befragten finden zudem, die Rente mit 63 Jahren und die frühere Gleichstellung von Leiharbeitern mit regulären Arbeitnehmern würden die Situation verbessern.

Die Rente mit 63 Jahren und ein gesetzlicher Mindestlohn gehören zu den wichtigsten Projekten der Bundesregierung. Entsprechende Gesetzentwürfe sind inzwischen ausgearbeitet, über Einzelheiten wird in der großen Koalition aus Union und SPD aber noch gerungen.

© 2014 AFP


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