Mehrere Vorstandschefs plädieren für Impfpflicht

Eon-Chef Birnbaum spricht von "Ultima Ratio"

Mehrere Vorstandschefs von bekannten Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sprechen sich einem Bericht zufolge für eine allgemeine Impfpflicht aus.

Düsseldorf - Frank Appel etwa, der Konzernchef von Deutsche Post DHL, befürwortete die Impfpflicht in der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Wir kommen langsam an einen Punkt, wo wir sagen müssen: Es gibt eine Verantwortung von jedem Bürger für sich und für die Allgemeinheit", sagte Appel der Zeitung.

Christian Kullmann, der Vorstandsvorsitzende des Chemiekonzerns Evonik, erklärte: "Freiheit heißt immer auch Verantwortung. Deshalb hat jeder auch Verantwortung, nicht nur sich selbst zu schützen, sondern auch seine Familie, seine Nächsten, seine Nachbarn. Daher befürworte ich eine Impfpflicht."

Auch der Chef des Biotech-Unternehmens? Qiagen, Thierry Bernard, forderte eine Impfpflicht. "Alle Daten zeigen, dass die Impfung die Sterblichkeitsrate und die Krankenhauseinweisungsrate erheblich senken wird", sagte er der Zeitung.

Der Vorstandsvorsitzende des Stromkonzerns Eon, Leonhard Birnbaum, sagte der "Rheinischen Post": "Es wird immer deutlicher, dass eine Impfpflicht als Ultima Ratio einer freiheitlichen Demokratie ein Preis ist, den wir zahlen werden müssen, wenn wir eine Dauereinschränkung des Lebens in den nächsten Jahren verhindern wollen."

(xity, AFP)