16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Mehreinnahmen aus kalter Progression höher als berechnet

Mehreinnahmen aus kalter Progression höher als berechnet

"Spiegel": SPD dringt auf Reformen

Die Mehreinnahmen von Bund und Ländern durch die sogenannte kalte Progression sind einem Bericht zufolge deutlich höher als errechnet.

Berlin - Der Fiskus kassiere allein in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr 770 Millionen Euro zusätzlich, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel" unter Berufung auf ein internes Papier des Bundesfinanzministeriums. Nächstes Jahr seien es bereits knapp 3,2 Milliarden Euro, bis 2018 summierten sich die Mehreinnahmen auf rund 28 Milliarden Euro.

Die SPD drängte vor diesem Hintergrund zu Reformen. "Die große Koalition sollte sich in einem so wichtigen Bereich wie der Steuerpolitik nicht mit der weitgehenden Verwaltung des Stillstands begnügen", zitierte der "Spiegel" SPD-Fraktionsvize Carsten Schneider. Der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD) sagte dem Magazin: "Da wir die Besteuerung nach Leistungsfähigkeit erhalten wollen, dürfen wir nicht zulassen, dass dieses Prinzip auf lange Sicht durch die kalte Progression leidet."

Die kalte Progression bezeichnet das Phänomen, dass ein Arbeitnehmer bei einer Gehaltserhöhung mehr Steuern zahlen muss, die Inflation aber gleichzeitig einen Teil des Lohnanstiegs entwertet.

(xity, AFP)


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