Mehr Sicherheit auf Ahlens Straßen

Beteiligungswoche zum Mobilitätskonzept

In der vierten und letzten Beteiligungswoche zum Mobilitätskonzept der Stadt Ahlen können ab Montag, 3. Mai 2021, Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und zum motorisierten Verkehr bewertet werden.

Ahlen - „Wer in Ahlen unterwegs ist, soll sicher ans Ziel kommen“, zitiert Lukas Ossenbrink den Grundsatz des Mobilitätskonzeptes, das aktuell für die Stadt Ahlen erstellt wird. Zukünftig umzusetzende Maßnahmen, die dieses Ziel verfolgen, stehen zum Abschluss der Online-Beteiligung zur Abstimmung. Auch bei der Zukunft des motorisierten Verkehrs sind die Bürgerinnen und Bürger nach ihrem Urteil gefragt, bittet der Mobilitätsmanager der Stadt Ahlen um Beteiligung.

Wie können Ahlens Wege noch sicherer werden? Damit befasst sich das Mobilitätskonzept intensiv, weil es eine grundlegende Voraussetzung für eine attraktive Mobilität ist. Ossenbrink: „Wir wollen die Zahl der Todesfälle und schweren Unfälle im Verkehrsraum auf null bringen. Man muss sich wohl fühlen können, egal, ob man im Auto sitzt, mit dem Fahrrad auf der Straße fährt oder zu Fuß eine Kreuzung überquert.“ Besonders wichtig sei der Schutz Schwächerer im Verkehr, also die Sicherheit derer, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, der Kinder, Seniorinnen und Senioren sowie aller Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Wie dies geschehen soll, stellt Ossenbrink heraus: „Vor allem an Kreuzungen und Bereichen, wo Straßen überquert werden, muss sichergestellt werden, dass es nicht zu Unfällen kommt. Die Bereiche der einzelnen Verkehrsmittel müssen daher klar erkennbar sein. Vor allem die Trennung von Fuß- und Radverkehr erhöht die Verkehrssicherheit. Mit der Führung des Radverkehrs auf der Straße haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht. Aber auch hier gibt es noch Luft nach oben. Die gegenseitige Rücksichtnahme insbesondere von Auto- und Radverkehr soll sich verbessern.“ Helfen sollen Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen zur Achtsamkeit auf der Straße, Sicherheitstrainings für Kinder und Ältere, aber auch verstärkte Geschwindigkeitskontrollen oder die Überwachung von Falschparkern. Denn: „Schwere Unfälle passieren auch bei 0 Stundenkilometern. Unachtsamkeit beim Öffnen der Autotür oder Parken auf Radwegen führen dazu, dass der Radverkehr spontan ausweichen muss und es zu Unfällen kommen kann.“

Ein weiteres Thema der abschließenden Beteiligungswoche ist der motorisierte Verkehr. Fördermöglichkeiten und Information zur Anschaffung von E-Autos und privaten Ladesäulen gehören ebenfalls dazu. Aber auch Veränderungen für Wirtschafts- und Lieferverkehre lassen sich bewerten. Die steigende Warenanlieferungen und Lieferdienste führen verstärkt zu Konflikten mit dem Fuß-, Rad- und Pkw-Verkehr. Citylogistikkonzepte mit Umladestationen sollen dafür sorgen, dass der letzte Weg der Zustellung klimafreundlich mit Lastenrädern oder elektrischen Fahrzeugen zurückgelegt wird. Somit sollen die Wirtschaftsverkehre gezielt gelenkt werden, was mit einer Verringerung der Wege insgesamt einhergeht.

Die digitale Beteiligung läuft bis einschließlich Sonntag, 9. Mai 2021. Auf der städtischen Aktions-Homepage www.mobilitaet-ahlen.de werden dann vier Themenfelder diskutiert worden sein:

12.04. bis 18.04. Öffentlicher Verkehr 
19.04. bis 25.04. Multimodalität (Verknüpfung der Verkehrsarten)
26.04. bis 02.05. Fuß- und Radverkehr
03.05. bis 09.05. Verkehrssicherheit und motorisierter Verkehr