Mehr als drei Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen

Zahl der Diagnosen deutlich gestiegen

In Deutschland leiden rund 3,25 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen. Die Diagnose wird laut Barmer GEK immer häufiger gestellt.

Berlin - Im Jahr 2014 lag die Zahl bei rund 3,25 Millionen, wie aus dem von der Krankenkasse Barmer GEK am Dienstag vorgelegten Arztreport hervorgeht. Chronischer Schmerz wird demnach deutlich häufiger als früher diagnostiziert. Die Krankenkasse forderte mehr Anstrengungen für die Behandlung der betroffenen Patienten.

Von chronischem Schmerz waren dem Bericht zufolge im Jahr 2005 noch 1,59 Prozent der Bevölkerung betroffen. Im Jahr 2014 lag die Diagnoserate im Bundesdurchschnitt dann bei 4,02 Prozent. Frauen sind davon zudem häufiger als Männer betroffen. Zudem wächst die Zahl der unter chronischen Schmerzen leidenden Menschen mit dem Alter. Von den mehr als 80 Jahre alten Menschen waren im Jahr 2014 schon 13,2 Prozent betroffen.

Patienten mit chronischen Schmerzen leiden nach den Worten von Barmer-GEK-Chef Christoph Straub "ausgesprochen häufig an Rückenschmerzen, an Krankheiten der Wirbelsäule oder einer Arthrose des Kniegelenks". Schmerzpatienten bekommen demnach Tag für Tag mehr als 4,5 Medikamente.

Straub sprach sich dafür aus, die Bekämpfung des chronischen Schmerzes zu einem "nationalen Gesundheitsziel" zu machen. Damit werde auch ein gemeinsames Bewusstsein für die Relevanz geschaffen.

(xity,AFP)