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Massengentest im Mordfall Maria Bögerl begonnen

Bankiersgattin 2010 entführt und getötet

Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem Mord an der Bankiersgattin Maria Bögerl hat ein Massengentest begonnen, um den Fall doch noch zu klären. Seit heute sind rund 3000 Männer im Ostalbkreis aufgerufen, eine Speichelprobe abzugeben.

Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem Mord an der Bankiersgattin Maria Bögerl hat ein Massengentest begonnen, um den Fall doch noch zu klären. Seit heute sind nach Angaben der Polizei rund 3000 Männer aus der Gesamtgemeinde Neresheim im Ostalbkreis aufgerufen, eine Speichelprobe abzugeben. Noch bis Sonntag können sie sich an dem freiwilligen Test beteiligen.

Die 54-jährige Bögerl war am 12. Mai 2010 aus dem Haus ihrer Familie in Heidenheim entführt und knapp drei Wochen später erstochen in einem Wald gefunden worden. Ein bis heute unbekannter Täter hatte sich nach der Entführung telefonisch gemeldet und 300.000 Euro Lösegeld gefordert. Die Geldübergabe scheiterte allerdings.

Im Auto der Frau hatte die Polizei DNA-Spuren entdeckt, die bislang nicht zugeordnet werden konnten. Der zwischenzeitlich fälschlich unter Verdacht geratene Ehemann nahm sich gut ein Jahr nach dem Mord das Leben.

Die Polizei bittet nun alle Männer im Alter von 21 bis 68 Jahren, die zwischen Januar 2010 und Oktober 2013 in der Gesamtgemeinde Neresheim wohnten und noch keine Probe abgegeben haben, zu dem Gentest. Bislang wurden bereits 3000 DNA-Proben ohne Erfolg mit den Spuren verglichen. Die Ermittler sehen aber ausreichende Hinweise dafür, dass der Täter in Neresheim gewohnt haben könnte.

© 2014 AFP


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