Marihuana-Plantage mit rund 1500 Pflanzen in Scheune in Bayern entdeckt

Eigentümer und Mitarbeiter festgenommen

Streifenbeamte haben in einer Scheune in der bayerischen Gemeinde Willmars eine Marihuanaplantage mit rund 1500 Pflanzen entdeckt.

Der Eigentümer des Anwesens und ein weiterer Mann wurden festgenommen, wie das bayerische Landeskriminalamt am Freitag in München mitteilte. Das Marihuana sei anschließend abgeerntet worden.

Bei einer Streifenfahrt in der Nacht zum 1. Dezember war den Beamten demnach "ein süßlicher und wohlbekannter Geruch" aufgefallen. Sie stellten fest, das der Geruch aus dem Abluftschacht einer Scheune kam und durchsuchten diese daraufhin. Im Gebäude fanden die Beamten eine professionelle Aufzuchtanlage für Marihuana mit zwei Aufzuchträumen, Beleuchtung, Lüftung und Klimatisierung für mehr als 1500 Pflanzen.

Die Stauden waren den Angaben zufolge bereits auf bis zu zwei Meter Höhe gewachsen und "beinahe erntereif". Ein anwesender Mann, der sich um die Pflanzen kümmerte, wurde festgenommen. Genauso erging es dem Besitzer der Scheune, der an seinem Wohnsitz in Hessen festgenommen und nach Bayern überstellt wurde. Angeforderte Spezialisten des Bundeskriminalamts ernteten die Pflanzen ab und bauten die Technik ab.

Das beschlagnahmte Marihuana hätte es nach Polizeiangaben nach der Trocknung auf ein Gewicht von rund 45 Kilogramm gebracht, was einem Straßenverkaufswert von rund 450.000 Euro entsprochen hätte. Eine gemeinsame Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamts und des Zolls übernahm die Ermittlungen.

© 2021 AFP