31.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Mailand-Sieger erneut erfolgreich

Mailand-Sieger erneut erfolgreich

Zweiter Weltcup-Sieg

Mit Max Hoff und Sebastian Brendel in den Einer-, Ronald Rauhe und Tom Liebscher sowie Conny Waßmuth und Tina Dietze in den Zweier-Disziplinen konnten vier DKV-Boote am Wochenende in Racice ihren zweiten Weltcup-Sieg, des Jahres feiern.

Racice - Sowohl K1-Weltmeister Max Hoff (Essen) als auch C1-Olympiasieger Sebastian Brendel (Potsdam) dominierten in Racice jeweils dank eines starken Schlussdrittels die Konkurrenz über 1000m. Max Hoff gewann mit rund 2,5 Sekunden Vorsprung vor Rene Holten Poulsen (DEN), Dritter wurde Fernando Pimenta (POR). Seine starke Form unterstrich das K1-Ass zudem mit Platz drei im heutigen Finale über 500m (das Ergebnis des Langstreckenrennens lag noch nicht vor). Im C1 über 1000m setzte sich Sebastian Brendel mit einem unwiderstehlichen Finish vor dem Kanadier Marc Oldershaw und dem Tschechen Martin Fuksa durch. Den beiden erneuten Siegern bescheinigte Chefbundestrainer Reiner Kießler eine "stabile Einer-Leistung“. Ebenso souverän meisterten die Zweier über 1000m ihre Weltcup-Starts. Die Weltmeister Max Rendschmidt (Essen) und Marcus Groß (Berlin) blieben auch im ersten Rennen der diesjährigen Saison ungeschlagen und verwiesen mit rund 1,5 Sekunden Vorsprung die Boote aus der Slowakei und aus Frankreich auf die Plätze. Ihrem 1000m-Erfolg ließen sie am heutigen Finaltag einen weiteren Sieg über die 500m-Distanz vor dem portugiesischen Boot und den Vizeweltmeistern des Vorjahres aus Weißrussland folgen. Im Finale der Canadier-Zweier über 1000m nahmen zwei deutsche Boote das Rennen auf. Im Ziel hatte das neue Magdeburg-Potsdamer Duo Yul Oeltze/Ronald Verch das bessere Ende für sich und gewann vor den Athleten aus Tschechien und Kanada. Das zweite DKV-Boot mit C2-Olympiasieger Peter Kretschmer und Sebastian Hennig (beide Leipzig) kam auf Rang fünf. Der K2 der Damen sicherten sich die 200m-Siegerinnen von Mailand Conny Waßmuth (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) diesmal über 1000m mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und am Ende knapp drei Sekunden Vorsprung Weltcup-Gold vor den Booten aus Kanada und China. Nahtlos knüpften auch Ronald Rauhe (Potsdam) und Tom Liebscher (Dresden) auf der 200m-Sprintdistanz an ihren Premierensieg von Mailand an. Das deutsche Boot gewann erneut überzeugend vor den Olympiasiegern und Weltmeistern Postrygay/Dyachenko aus Russland und dem Boot aus Frankreich. Im 200m-Finale der Canadier-Zweier paddelten die amtierenden Weltmeister Robert Nuck und Stefan Holtz (beide Leipzig) hinter dem russischen Duo Melantyev/Lipkin auf Rang zwei, über die 500m-Distanz holten beide hinter den Booten aus Tschechien und Polen Bronze. Rang zwei erkämpfte am heutigen Finaltag auch der K4 der Damen über 500m mit Franziska Weber, Verena Hantl, Conny Waßmuth und Tina Dietze. Die DKV-Damen mussten zwar den deutlichen Siegerinnen aus Polen den Vortritt lassen, behielten jedoch die Oberhand über die ebenfalls starken Weißrussinnen. In den weiteren olympischen Damen-Disziplinen blieb den deutschen Damen jedoch ein Platz auf dem Treppchen verwehrt: Im K1 über 500m fuhr Franziska Weber (Potsdam) am Samstag auf Rang sechs und im K2 wurden Sabrina Hering (Karlsruhe) und Steffi Kriegerstein (Dresden) ebenfalls Sechste. Die deutsche Medaillenbilanz von fünfmal Gold und je einmal Silber und Bronze in den olympischen Disziplinen komplettierten die Kajak-Herren im Viererfinale über 1000m. Hinter Russland und Weißrussland fuhr das zweite deutsche Boot mit Marius Radow (Potsdam), Martin Schubert (Friedrichshafen), Lukas Reuschenbach (Oberhausen-Sterkrade) und Kai Spenner (Essen) auf Rang drei, knapp dahinter belegte das erste Quartett mit Torben Fröse (Essen), Martin Hollstein (Neubrandenburg), Kostja Stroinski (Berlin) und Gordan Harbrecht (Neubrandenburg) Platz vier. Chefbundestrainer Reiner Kießler äußerte als Fazit der zweiten Weltcup-Regatta: "Wir sind hierher gekommen, um insbesondere den Leistungsstand der Mannschaftsboote im Vergleich mit der internationalen Konkurrenz zu überprüfen. Die überwiegend guten Ergebnisse dürfen wir allerdings nicht überbewerten. Es sind hier längst nicht alle Nationen mit ihren stärksten Booten vertreten, viele testen noch wie wir ja auch. Und auch wir haben ja noch einige Baustellen, z. B. bei den Damen. Ich denke, nach dem dritten Weltcup in Szeged nächste Woche sind wir schlauer.“

Stimmen der Athleten

- Max Hoff: "Ich bin auf der Strecke ruhig geblieben und hab’ mein Ding gemacht, am Ende musste ich nicht mal alles geben. Nach Mailand war dies ein weiteres Rennen, das eine gute Basis für die Saison ist. Nachdem es im letzten Jahr nicht geklappt hat mit einer Medaille, bin ich jetzt vollauf zufrieden.“

- Max Rendschmidt: "Wir sind vom Start an voll gefahren und haben uns einen passablen Vorsprung erarbeitet - mit Reserven am Ende. Ein Rennen, das Spaß gemacht hat.“

- Marcus Groß: "Dass der Saisonauftakt so souverän ausfällt, hätte ich nicht gedacht. Es war ein tolles Gefühl, bei 500m schon so vorne zu liegen.“

- Yul Oeltze sprach nach dem Sieg von einem "Superrennen“ und erklärte: "Wir konnten alles abrufen - vom Start bis ins Ziel.“

- Ronald Verch: "Wir haben uns in der Vorbereitung gesteigert, es lief immer besser. Doch dass es im Finale so hinhaut, ist der Hammer.“


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