Mahnwache nach erneutem Tod von Radfahrerin in Berlin

29-Jährige von rechtsabbiegendem Lkw überrollt

Nach dem erneuten Tod einer Radfahrerin bei einem Verkehrsunfall mit einem Lkw in Berlin haben der Fahrradclub ADFC und weitere Organisationen zu einer Demonstration und Mahnwachen am Sonntagnachmittag aufgerufen.

Berlin - Bei dem Unfall am Freitag in Gesundbrunnen war eine 29-jährige Frau von einem laut Polizei unvermittelt nach rechts abbiegenden Lastwagen überrollt und tödlich verletzt worden.

Die Radfahrerin hatte den Angaben zufolge eine Kreuzung geradeaus überquert, als sie von dem Lkw erfasst wurde. Sie erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Der 43-jährige Fahrer des Lkw stand demnach unter Schock, habe aber keine medizinische Versorgung benötigt.

Damit seien allein in der vergangenen Woche in Berlin zwei Radfahrende zu Tode gekommen, erklärte dazu die Organisation Changing Cities Rund die Hälfte dieser tödlichen Unfälle seien auf nach rechts abbiegende Lastwagen zurückzuführen. Die Organisation forderte das neu gewählte Abgeordnetenhaus auf, für mehr Verkehrssicherheit für Rad- und Fußgänger zu sorgen, etwa durch weitere Tempo-30-Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Der ADFC rief für 14.00 Uhr zu einer Fahrraddemonstration auf, an den beiden Unfallorten sollten Mahnwachen stattfinden. Lkw müssten endlich mit Technik ausgestattet werden, die tödliche Kollisionen verhindert, forderte der ADFC. Insgesamt starben der Organisation zufolge in diesem Jahr allein in Berlin bereits neun Radfahrerinnen und Radfahrer bei Verkehrsunfällen.

(xity, AFP)