Luftqualität in Krefeld verbessert sich

Im Jahr 2015 keine Überschreitung

Nach den Messwerten, die das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) jetzt veröffentlicht hat, haben sich die Luftqualitätsdaten für Krefeld für das Jahr 2015 zum Teil deutlich verbessert.

Krefeld - Die Bezirksregierung hat daraufhin in einem Schreiben an Oberbürgermeister Frank Meyer mitgeteilt, dass die Notwendigkeit einer Fortschreibung des Luftreinhalteplans jetzt nicht mehr gegeben ist. ?Die nunmehr vorliegenden Luftmessdaten für das Jahr 2015 lassen jedoch erkennen, dass die im Luftreinhalteplan Krefeld festgelegten Maßnahmen die erwartete Wirkung erzielt haben", heißt es in dem Schreiben. Für die Stadt Krefeld bedeutet das, dass der aktuelle Luftreinhalteplan weiter umgesetzt werden muss, aber keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich werden.

Nach dem LANUV-Bericht sind nach wie vor der Kfz-Verkehr und insbesondere die Dieselfahrzeuge als Hauptverursacher der hohen Stickstoffdioxid-Belastung anzusehen. Die Einhaltung der Grenzwerte ist nur durch eine deutliche Reduktion der Kfz-bedingten Emissionen möglich. Die Anstrengungen der Stadt Krefeld werden sich daher weiterhin auf die Reduktion der Stickstoffdioxid(NO2)-Immissionen im Stadtgebiet nach dem geltenden Luftreinhalteplan richten.

Erfreulich für Krefeld ist der Rückgang der Sickstoffdioxid-Immissionen und die erstmalige Unterschreitung des Grenzwertes von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxyd pro Kubikmeter Luft (µg/m3) für das Jahresmittel. Mit 37 µg/m3 an der Kölner Straße (KRKS) und 38 µg/m3 am Oranierring (KROR) war der Rückgang der NO2-Immissionen gegenüber dem Vorjahr (2014: KRKS 41 µg/m3, KROR 43 µg/m3) mit minus 4 bis minus 5 µg/m3 im Jahresmittel sehr deutlich. Jetzt hofft die Stadt Krefeld, dass die positiven Werte auch für das Jahr 2016 bestätigt werden.

Auch die Feinstaub-Immissionen sind in Krefeld weiter zurückgegangen. Hier liegt der Grenzwert bei 35 Überschreitungstagen (ÜT) mit einem Tagesmittel unter 50 µg/m3. Da bleiben die Messungen im Krefelder Hafen (KRHA) deutlich darunter: 2015 mit 19 ÜT und 2014 mit 20 ÜT. Die Verringerung der Luftschadstoffbelastung, insbesondere bei Feinstaub, wurde aber auch durch die meteorologische Situation begünstigt. Extreme Inversionswetterlagen und austauscharme Perioden blieben 2015 weitgehend aus.

Dem LANUV-Bericht zufolge setzt sich der landesweit beobachtete Trend abnehmender Belastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid fort. Die Grenzwerte für Feinstaub sowie die Grenz- und Zielwerte der Metallgehalte konnten auch in 2015 eingehalten werden. Verglichen mit den Vorjahren ist an den Verkehrsstandorten in NRW bei Stickstoffdioxid (NO2) weiterhin ein nur geringfügiger Rückgang der Belastung feststellbar. An 56 von 128 Standorten in NRW wurde der Jahresmittel-Grenzwert für Stickstoffdioxid verkehrsbedingt überschritten. Zwar zeigt die Immissionsbelastung durch Stickstoffdioxid einen schwachen kontinuierlichen Rückgang, der in Bezug auf die Verkehrsmessstationen in NRW über die vergangenen zehn Jahre durchschnittlich bei einer Rate von 1 bis 2 Prozent liegt. Stickstoffdioxid-Immissionen bleiben das Hauptproblem der Luftschadstoffbelastung in NRW.

Das LANUV ist zuständig für die landesweite Messung von Luftschadstoffen und die Beurteilung der Luftqualität. Jetzt hat das LANUV seinen aktuellen Bericht zur Luftqualität 2015 veröffentlicht.