16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Loveparade-Opfer wollen Zivilklage einreichen

Loveparade-Opfer wollen Zivilklage einreichen

Schadenersatzforderung unter anderem gegen Veranstalter

Knapp vier Jahre nach der Duisburger Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten hat eine Opferanwältin Zivilklagen von Betroffenen des Unglücks angekündigt. Die Klage soll sich gegen die Stadt Duisburg, das Land NRW sowie den damaligen Loveparade-Veranstalter richten.

Duisburg - Die Schadenersatzklage werde noch in diesem Monat beim Landgericht Duisburg eingehen, bestätigte die Bochumer Rechtsanwältin Bärbel Schönhof einen entsprechenden Bericht des WDR. Die Klage richte sich gegen die Stadt Duisburg, das Land Nordrhein-Westfalen sowie den damaligen Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller. Die Anwältin vertritt nach eigenen Angaben 30 Opfer des Unglücks.

Damit dürften die Gerichte demnächst neben der strafrechtlichen auch eine mögliche zivilrechtliche Verantwortung für das Loveparade-Unglück zu prüfen haben. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im Februar Anklage gegen sechs Beschäftigte der Duisburger Stadtverwaltung und vier Mitarbeiter des Loveparade-Veranstalters Lopavent erhoben. Ihnen werden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Schaller zählt nicht zu den Beschuldigten in dem Strafverfahren, über dessen Zulassung das Duisburger Landgericht voraussichtlich im Herbst entscheiden wird.

Während der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg waren bei einer Massenpanik 21 Menschen getötet und mindestens 652 verletzt worden. Das tödliche Gedränge war im einzigen Ein- und Ausgangsbereich des eingezäunten Veranstaltungsgeländes am früheren Duisburger Güterbahnhof entstanden.

(xity, AFP)


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