14.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Löscharbeiten auf Frachter vor Helgoland fortgesetzt

Löscharbeiten auf Frachter vor Helgoland fortgesetzt

Einsatzkräfte pumpen Seewasser in Laderaum

Nachdem am Donnerstag die See zu unruhig war, haben Spezialisten heute die Löscharbeiten an dem brennenden Düngemittelfrachter vor Helgoland fortgesetzt.

Cuxhaven - Brandbekämpfungsexperten seien an Bord gegangen und hätten vier Schlauchverbindungen zu einem Spezialschiff installiert, teilte das Havariekommando in Cuxhaven mit. Durch diese werde seit dem Mittag wieder Seewasser in den Laderaum des Frachters gepumpt.

An Bord der mit 20.000 Tonnen Mineraldünger beladenen "Purple Beach" gibt es seit mehreren Tagen ein Feuer oder eine chemische Reaktion mit starker Rauch- und Hitzeentwicklung. Betroffen ist ein Laderaum mit rund 5000 Tonnen Fracht. An dem 30 Kilometer westlich der Insel Helgoland ankernden Frachter sind mehrere Spezialschiffe mit diversen Experten im Einsatz, darunter etwa speziell geschulte Feuerwehrleute.

Durch das Fluten des Laderaums wollen die Helfer das Feuer oder die chemische Reaktion im Inneren stoppen. Bereits am Mittwochabend hatten sie für einige Stunden eine Schlauchverbindung hergestellt. Sie musste wegen technischer Probleme aber wieder gelöst werden. Danach verhinderten Wellengang und Gewitterböen zunächst die Fortsetzung der Löscharbeiten auf dem 192 Meter langen Schiff, das unter der Flagge der Marshallinseln fährt.

Durch den Brand auf der "Purple Beach" war eine große Rauchwolke entstanden, die zeitweise bis an die Küste Niedersachsens zog und dort für Geruchsbelästigungen sorgte. Durch das Fluten des Laderaums und den Einsatz von Löschkanonen zur Niederhaltung der Brandgase reduzierten die Einsatzkräfte die Rauchbildung aber bereits stark. Auch das Risiko einer Explosion, die das Havariekommando zunächst nicht ausgeschlossen hatte, besteht nicht. Giftstoffe in der Luft wurden nicht gemessen.

(xity, AFP)


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