15.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Lieberknecht fordert Nachbesserungen an Energiekonzept

Lieberknecht fordert Nachbesserungen an Energiekonzept

Kritik an Stromtrassen und Kürzungen bei Biogas

Nach anderen Länderchefs dringt auch Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) auf grundlegende Änderungen am Energiekonzept von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD).

Berlin - In der "Welt" forderte Lieberknecht Gabriel zu Nachbesserungen auf. Voraussichtlich soll es am 1. April ein Spitzengespräch über die Energiepolitik mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Gabriel und den Ministerpräsidenten der Länder geben.

"Ich bin dagegen, Stromtrassen quer durchs Land zu bauen, bevor geklärt ist, ob sie überhaupt notwendig sind für den Ausbau der erneuerbaren Energien", sagte Lieberknecht. Sie schloss sich damit entsprechenden Bedenken von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) an. Seehofer habe "Recht, wenn er ein Moratorium für den Trassenbau fordert".

Weiter forderte Lieberknecht, es dürften nicht bestimmte Arten der erneuerbaren Energien bevorzugt werden. "Biogasanlagen in Mitteldeutschland müssen denselben Stellenwert haben wie Windparks in der Nordsee", verlangte die CDU-Politikerin. Außerdem dürften Unternehmen, die ihren Strom selbst erzeugen, nicht mit einer Kürzung der vereinbarten Finanzierung bestraft werden.

Die Pläne Gabriels für eine Reform des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) sehen unter anderem deutliche Kürzungen bei der Förderung von Ökostrom sowie Ausbaugrenzen für Solar- und Windstrom vor. Dagegen gibt es Kritik aus zahlreichen Bundesländern sowie von Umweltverbänden. Nach dem bisherigen Zeitplan soll der Gesetzentwurf am 9. April vom Kabinett beschlossen werden.

(xity, AFP)


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