16.07.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Lehrerverband nennt Befristungen für Lehrer "schwer erträglich"

Lehrerverband nennt Befristungen für Lehrer "schwer erträglich"

Viele Betroffene im Sommer ohne Geld

Der Lehrerverband findet den Umgang mit befristet angestellten Lehrern "schwer erträglich".

Berlin - Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält den Umgang mit befristet angestellten Lehrern angesichts des Lehrermangels in Deutschland für einen Skandal. Es würden nicht nur Schulen vor den Sommerferien Tausende Lehrer mit befristeten Verträgen entlassen, um Geld zu sparen, sagte Meidinger der "Passauer Neuen Presse" vom Dienstag. Das Problem sei noch größer: "Viele Betroffene konnten gar kein Arbeitslosengeld beantragen, weil sie zu kurz beschäftigt waren, um überhaupt anspruchsberechtigt zu sein."

Meidinger nannte es zudem "schwer erträglich", dass die Betroffenen zudem oft monatelang völlig in der Luft hingen, ob es einen Folgevertrag gebe. Die Befristungen führten zudem zu häufigem Lehrerwechsel. Oft seien die Schulen verpflichtet, die befristeten Lehrer nicht weiter zu beschäftigen, damit diese sich nicht einklagen könnten. Auch für die Schüler habe es Nachteile, wenn Pädagogen um ihren Arbeitsvertrag zittern müssten. "Für die Schüler ist es kein Vorteil, wenn sie sich ständig auf neue Lehrer umstellen müssen."

(xity, AFP)


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